Politik | 25.11.2015

Globale Märkte fordern Landwirte in Cochem-Zell

Abgeordnete informieren sich über die Situation der Milchbauern

Diskutierten vor Ort die aktuelle Situation der Milchbauern: (v.l.n.r.): Kreisbauernvorsitzender Cochem-Zell, Hans-Jürgen Sehn, MdL Thorsten Wehner, MdL Benedikt Oster, Andreas Weber , Betriebsinhaber Alois Peters, Hermann Kesseler und Kreisbauernvorsitzender Bernkastel-Wittlich Manfred Zelder. privat

Cochem-Zell. Zu Besuch beim landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Peters in Wagenhausen informierten sich MdL Benedikt Oster und sein Kollege Thorsten Wehner, der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion über die aktuelle Situation der Milchbauern. Begleitet wurden die Landespolitiker von den beiden Vorsitzenden der Kreisbauern und -Winzerverbände Cochem-Zell, Hans-Jürgen Sehn und Bernkastel-Wittlich, Manfred Zelder sowie weiteren Vorstandsmitgliedern des Verbandes.

Die Abgeordneten konnten sich davon überzeugen, wie die Familie Peters in eine moderne Milchviehhaltung investiert hat, um wettbewerbsfähige Strukturen zu schaffen und dabei auch für ein hohes Maß an Tierwohl zu sorgen: „Denn nur gesunde Tiere, die artgerecht gehalten werden, sind auch in der Milchleistung spitze!“, so Bauer Peters. Selbstverständlich kam auch die sehr schwierige Preissituation auf dem Milchmarkt zur Sprache. Hier waren sich aber alle einig, dass eine Milchmengensteuerung der falsche Weg sei, um das vielschichtige Problem zu lösen. „Niemand hat mir das bisher plausibel erklären können, wie das auf globalen Märkten funktionieren kann“, so Wehner. „Abgesehen davon, sei der Preiseffekt viel zu niedrig,“ meint der Agrarpolitiker. Neben den bestehenden Kriseninstrumenten wie Liquiditätssicherung und Intervention müssen allerdings neue wirksame entwickelt werden. Das bleibt eine große Herausforderung für die Zukunft.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf“, betonte Benedikt Oster, „die bereits bestehenden Milchmarktinstrumente der Europäischen Union, die bei schweren Krisen ein Eingreifen in den Markt erlauben, auszubauen.“ Die Landesregierung wünscht sich die Entwicklung zusätzlicher gestaffelter Instrumente, die ein frühzeitiges Erkennen von Krisen ermöglichen und somit helfen, die Verluste in der Wertschöpfungskette deutlich zu verringern. „Hierauf haben sowohl die Europäische Kommission als auch das Europäische Parlament bereits hingewiesen“, so Oster. Allerdings hat ausschließlich der Bund Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM) konkrete Vorschläge mit mengensteuernden und –reduzierenden Maßnahmen in seinem „Marktverantwortungsprogramm“ vorgelegt. Diese Ansätze gilt es, im Rahmen einer aus der Sicht der Landesregierung dringend erforderlichen Gesamtstrategie zur Milchpolitik in Deutschland durch den Bund näher zu prüfen.

Pressemitteilung

Büro Benedikt Oster

Mitglied des Landtages Rheinland-Pfalz

Jugendpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion

Diskutierten vor Ort die aktuelle Situation der Milchbauern: (v.l.n.r.): Kreisbauernvorsitzender Cochem-Zell, Hans-Jürgen Sehn, MdL Thorsten Wehner, MdL Benedikt Oster, Andreas Weber , Betriebsinhaber Alois Peters, Hermann Kesseler und Kreisbauernvorsitzender Bernkastel-Wittlich Manfred Zelder. Foto: privat

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