„Moselmusik-Festival“ und Kultursommer 2015
Cochem weitet Kulturangebot aus
Anspruchsvolle Programmvielfalt im Kapuzinerkloster - Bürgermeister Lambertz stellt neue KulturCard vor
Cochem. Die Beliebtheit des Cochemer Kulturzentrums Kapuzinerkloster und seiner Veranstaltungen zeigt einen permanenten Aufwärtstrend. Dies liegt vor allem an dem hervorragenden und vielfältigen Programmangebot, zu dem der Kulturfreund aus der Region in der Regel weitere Anreisewege in Kauf nehmen müsste. Nicht so an der Mosel und speziell in Cochem. Trotz überwiegend zusammengestrichener Zuwendungen und schmaler Budgets setzen die Verantwortlichen des „Moselmusik Festivals“ auch nach 30 Jahren gegen den Trend und weiterhin auf ein unterhaltsames Breitenangebot. In diesem Zusammenhang bietet das Kapuzinerkloster für die Stadt Cochem und ihr großes Umfeld einmal mehr echte Highlights, wie Landrat Manfred Schnur, stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat des Festivals, und Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz übereinstimmend verlauteten.
Während sich das aktuelle Mosel-Festivalgelände mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen zwischenzeitlich bis an die Untermosel erstreckt, weitet auch Cochem sein Kulturangebot, beispielsweise mit dem Auftritt des bekannten Komödianten Markus Maria Profittlich, noch aus. Dies schulde man den regionalen wie überregionalen Kulturfreunden, denn wie anhand von zahlreichen Fallbeispielen zu erkennen ist, reist der Kulturgast in der heutigen Mobilität der Qualität solcher Events gerne hinterher. Wolfgang Lambertz verwies als Beispiel auf das vergangene Jahr, als zahlreiche Gäste nach einem Konzertbesuch im Kapuzinerkloster, entgegen der Vorplanung, ihren Aufenthalt in Cochem verlängert hätten. Dies ist laut Lambertz der Hauptgrund, noch mehr Veranstaltungen an der beliebten Austragungsstätte anzubieten.
Neben dem Eckpfeiler „Klaviersommer“, als Teil des „Moselmusik Festivals“, mit dem genialen Festivalleiter John Perry (USA) und seinem Meisterkurs mit exzellenten Talenten, eröffnet zuvor die vielversprechende junge Opernsängerin Ileana Mateescu als Mezzosopranistin den Kulturreigen am Freitag, 24. Juli. Sie bietet bei ihrem Gastauftritt Lieder von Schubert, Mahler und Dvorak, bevor ab Sonntag, 9. August, John Perry mit seiner Meisterklasse und anspruchsvollen Konzerten den Klosterberg übernimmt. Um gewogenes Gehör bitten am Mittwoch, 30. September, der international renommierte Barocktrompeter Ludwig Güttler und Friedrich Kircheis an der Oberlinger-Orgel in der Pfarrkirche St. Martin.
Überdies bietet der Kultursommer Konzerte in Mesenich (31. Juli, Jazz im Brauweiler Kulturhof), in Bremm (18. Juli, Brass im Wingert) sowie St. Aldegund (18. September, Flötenklänge in der alten Kirche).
Die neue Cochemer „KulturCard“
Wenn Bürgermeister Wolfgang Lambertz den Begriff „Cochemer KulturCard“ in den Mund nimmt, setzt sich ein Lächeln in seinem Gesicht fest. Dies zu Recht, denn nach seinen Aussagen kommt die Karte beim Kulturfreund hervorragend an. Als Beleg dafür kann Lambertz mit sehenswerten Zahlen aufwarten. So ist die Nachfrage nach der Karte in jüngster Vergangenheit um annähernd 25 Prozent gestiegen. Derzeit führt die Stadt ein elektronisches Buchungssystem ein. Dem Bürgermeister schwebt vor, dass sich ein Stammpublikum für Veranstaltungen im Kapuzinerkloster finden wird.
Jenseits der Klassik widmet sich die Kulturabteilung der Stadt jetzt verstärkt auch anderen Richtungen, wie dem Jazz, New Age und der Stand-up-Comedy. „Wir haben uns das in diesem Jahr zugetraut und streben noch weiter nach oben“, so Lambertz bei seinen Ausführungen. Auch aus der Tatsache, dass ein gepflegtes Glas Wein zum Ambiente der Kulturveranstaltungen gehört, macht Lambertz keinen Hehl.
Nähere Infos zu den Veranstaltungen unter: www.kulturzentrum-kapuziner-kloster.de.
Die beliebte „KulturCard“ der Stadt Cochem ist weiter im Aufwärtstrend.
