„1 Million Sterne“ leuchteten in Zell
Eine Perspektive für ehemalige Kindersoldaten
Caritasverband und Kreuzbundgruppe freuten sich über Spendenbereitschaft
Zell. Ein weithin sichtbar leuchtendes Caritas-Kreuz aus Hunderten brennender Kerzen erleuchtete den Eingang des Globus-Warenhauses in Zell und ließ die Kunden innehalten und staunen. Anlass dieses Lichtermeers war die bundesweit stattfindende Aktion „1 Million Sterne“ von Caritas International, an der sich der Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. nun bereits zum dritten Mal beteiligte. Und wie in den vergangenen Jahren war eine große Solidarität zu spüren, ging es doch darum, mit Kerzenspenden ehemaligen Kindersoldaten im Kongo, die Schreckliches erlebt haben, zu helfen. In besonderer Weise unterstützten - wie bei den ersten beiden Aktionen auch - Mitglieder der Kreuzbundgruppe Cochem mit großem persönlichem Engagement dieses Vorhaben und warben im Foyer des Globus um Kerzenspenden. Damit verfolgte Karl-Heinz Hilgenberg, seit 13 Jahren Gruppenleiter der Kreuzbundgruppe Cochem, neben der Hilfe für Kinder in Not ein weiteres Ziel. „Es ist mir wichtig, dass die Kreuzbundgruppenmitglieder, die eine Suchterfahrung mit Alkohol durchlebt haben, wieder in gesellschaftliche Aktivitäten integriert werden. Besonders dann, wenn es sich um Menschen handelt, die erst seit kurzem ihre Abhängigkeit überwunden haben und dadurch wieder in ihrer Persönlichkeit gefestigt werden. Für mich ist es ein ganz wichtiges Ziel, dass sie durch ihr Tätigwerden bei einer solchen Aktion wieder Anerkennung erfahren und Selbstsicherheit gewinnen“, so Hilgenberg. Und dies taten sie mit Erfolg. Am Ende des Tages, als die Kerzen angezündet wurden, konnten rund 850 Euro gezählt werden, die die Globus-Kunden in nur sechs Stunden für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus dem Kongo gesammelt hatten. Im Schein der flackernden Lichter bedankte sich Katy Schug, Geschäftsführerin des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. bei allen Spenderinnen und Spendern für die große Hilfebereitschaft und bei den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für das große Engagement bei der Umsetzung der Aktion. „Es ist wichtig, dass es diese Aktion gibt und dass Menschen nicht nur bei uns geholfen wird, sondern auch in entfernten Ländern.“ Ein Dank, dem sich Karl-Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell gerne anschloss: „Es gibt so viel Not in dieser Welt, und es ist gut, dass etwas getan wird wie heute hier.“ Den Dankesworten ließ er auch gleich Taten folgen und überreichte eine Spende, die mit den übrigen Spendengeldern in Kürze von Caritas-International eingesetzt wird, um den Kindern im Kongo Zukunftsperspektiven zu geben.
Und eines ist sicher gewiss: Aufgrund des schönen Erfolgs werden im November 2015 wieder „1 Million Sterne“ auch im Kreis Cochem-Zell leuchten.
