Aktive und Gäste feierten trotz feuchtem Himmelssegen das Winzerfest in Bruttig
Erstklassige Gaumenfreuden aus Keller und Küche genossen
Bruttig. Der mit zahlreichen Positionen besetzte Winzerfest-Umzug sollte eigentlich Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung rund um den Bruttiger „Mosel“ werden, doch Weingott Bacchus hatte bei Wettergott Petrus offensichtlich keine guten Karten. Der ließ seinen Kumpel in diesem Jahr buchstäblich im Regen stehen und ärgerte die Moselaner nebst Gästen mit anhaltendem Segen von oben. Trotzdem setzte sich der bunte Tross pünktlich in Bewegung und bahnte sich seinen Weg durch den Moselort. Hier traf er auf viele begeisterte Weinfreunde entlang der Zugstrecke.
Letztere wurde dann aber doch um eine große Schleife eingekürzt, denn letztendlich blieb Aktiven wie Gästen nur noch die Flucht unter schützende Dächer.
Die gab es zur Genüge am Weinbrunnen bzw. im großen Festzelt, das schnell bis auf den letzten Platz besetzt war. Hier hielten dann auch noch einmal die bildhübschen Weinmajestäten von Bruttig-Fankel festlichen Einzug. Allen voran Weinkönigin Lisa in Begleitung ihrer beiden Weinprinzessinnen Laura und Linda. Hohen weinmajestätischen Besuch hatten sie zudem im Schlepptau, denn mit Kathrin Schnitzius aus Kröv machte auch die amtierende Moselweinkönigin beim Bruttiger Winzerfest ihre viel beachtete Aufwartung. Dazu gesellten sich noch zahlreiche Weinregentinnen aus der Region, die ihren gastgebenden Mitstreiterinnen ebenfalls gerne beim Fest zur Seite standen. Während man also am Festsonntag meist unter schützenden Dächern feierte und die tollen Live-Musik-Darbietungen überwiegend im Festzelt genoss, zeigte sich an den drei anderen Veranstaltungstagen der Wettergott gewogen. So konnten die Besucher am Freitag, Samstag und Montag gemütlich „Open air“ feiern. Im Mittelpunkt des feuchtfröhlichen Geschehens stand eh der gute Bruttiger Mosel, der in seiner ganzen Vielfalt die Festbesucher erfreute und stets Appetit auf mehr machte. Vom fruchtigen Riesling über den runden Spätburgunder bis zum prickelnden Winzersekt offenbarten sich sämtliche Produkte aus Keller und Küche als erstklassige Gaumenfreuden.
Auch diesen drei gestandenen Winzern aus dem Mittelalter konnte der anhaltende Regen beim Festumzug die gute Laune nicht verderben.
