Uferrock-Festival lockte Fans aus Nah und Fern
Festival rockte das Ufer der Mosel
Einheimische und internationale Künstler spielten in Pommern
Pommern. Der Wettergott scheint die Bitten der Freunde gepflegter Gitarrenmusik erhört zu haben, denn pünktlich zum Start des 10. Uferrock-Festivals klarte das Wetter auf und bot den über 1400 angereisten Fans und sieben Bands ideale Außenbedingungen für ein gelungenes Rockfestival.
Daran, dass sie sich diese Gelegenheit nicht nehmen lassen wollten, die Fans zum Pogen und Headbangen zu animieren, ließ die Rage-Against-The-Machine-Coverband Renegades of Funk keinen Zweifel. So heizten die Lokalmatadoren am vergangenen Freitag als Opener des Festivals dem Publikum mit Tracks wie „Bombtrack“, „Killing in the Name“ und weiteren Klassikern der Crossover-Legenden ein. Der erste Festivaltag stand ganz im Zeichen des Coverrock. Kurz nach dem brachialen Finale des ersten Konzerts stürmte die Rammstein-Coverband Völkerband die Bühne und machte dort nahtlos weiter, wo der Opener zuvor aufgehört hatte. So brachten die Mannen aus dem Kreis Altenkirchen, welche in Aussehen, Sound und Show ihren Vorbildern von Rammstein nacheifern, mit Hits wie „Sonne“ und ihrer Pyroshow die Nacht zum Brennen.
Der zweite Festivaltag stand (fast) komplett im Zeichen des Grundgedankens des Festivals „Jungen Bands aus der Region eine Bühne zu bieten“. So weckten ab 18 Uhr die aus Cochem stammende Band Changing‘ Destiny auch wohl die Letzten der rund 300 auf dem Zeltplatz campierenden Fans. Nun ging es Schlag auf Schlag und es folgten die Alternative-Rocker InHail aus dem Raum Andernach/Neuwied/Mayen, die Hard-Rocker The Ventilators mit ihrem Motto „We’ll blow you away“ und die experimentierfreudigen Noise- und Art-Rocker Monopeople. Den großen Showdown und die „Ausnahme“ in Sachen regionale Kunst stellte die aus den Niederlanden stammende Band De Wolff dar, welche bei ihrem Auftritt Psychedelic, Funk, Rock’n’Roll und Blues mischten.
Dass das kleine Festival am Ufer der Mosel, welches Jahr für Jahr zahlreiche Bands und vor allem Fans aus Nah und Fern lockt, erneut solch ein Erfolg wurde, lag auch in diesem Jahr an den 97 Mitgliedern des Vereins, welche das Festival durch ihren Einsatz und mit viel Herzblut am Leben halten. Auch ihre Risikofreude wurde belohnt: Da für das eigentliche Uferrock-Wochenende im Juli schon der Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied angesetzt war, wurde das Festival kurzer Hand in den meteorologischen Herbst verlegt. Und wer trotz des herrlichem Festivalwetters kalte Füße bekommen haben sollte, konnte diese von Freitag bis Samstagabend mit verschiedensten Bands und Fans gitarrenlastiger Musik vor der Bühne warmtanzen, was ein wahres Rock-Festival ja bekanntlich ausmacht. MT
