Hochbeete in der Tagesstätte Ernst werden bepflanzt
Gartenarbeit bringt Freude und weckt Erinnerungen
Cochem. Riechen, Schmecken, Tasten, Sehen, Hören, Fühlen, Hantieren mit Wasser und Werkzeugen, die Arbeit im Garten bringt Freude und weckt Erinnerungen an Erlebnisse aus längst vergangenen Tagen. Daran soll auch mit der Bepflanzung der Hochbeete in der Tagesstätte für Senioren in Ernst angeknüpft werden. Für Menschen mit Demenzerkrankungen wird hier ein barrierefrei nutzbarer Gartenbereich angeboten, der zum Mitmachen und Erleben einlädt. Denn Hochbeete können bekanntlich auch mit Rollatoren und Rollstühlen angefahren werden. Gemeinsam mit Betreuerin Rita Zirbes pflanzten so Elfriede Müller, Theresia Gerhartz und Gertrud Reuter an einem sonnigen Vormittag Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Salbei sowie Gemüse wie z.B. Kohlrabi, Gurken und Zucchini. Diese können später geerntet und in der Küche der Tagesstätte gemeinsam verarbeitet werden. Außerdem verschönerten die Damen die Terrasse, indem sie die Blumenkübel mit Geranien und fleißigen Lieschen bepflanzten. Alle waren mit Begeisterung bei der Sache und erzählten auch von ihrer Gartenarbeit, die sie früher Zuhause verrichteten. Viele der Seniorinnen und Senioren in der Tagesstätte haben früher mit der Bewirtschaftung eines eigenen Nutzgartens einen großen Teil ihrer Freizeit verbracht. Mit dem Verlust der Mobilität oder durch den Beginn einer demenziellen Veränderung reißt aber häufig der Zugang zu dem einst sinnstiftenden Hobby „Gärtnern“ ab. Die Hochbeete geben ihnen wieder die Möglichkeit, sich ihrer alten Leidenschaft zu widmen. Besonders bei Menschen mit zunehmenden demenziellen Veränderungen wirkt das Gärtnern reaktivierend. Es ist wie ein kleines Fitnesstraining. Das Hantieren mit Pflanzen und Werkzeug trainiert die Fein- und Grobmotorik und auch die Sensibilität der Hände. Außerdem wirkt sich die Arbeit am Hochbeet positiv auf die Konzentration und Ausdauer aus.
