Müdener Möhnen
Gelungene Mixtur bei der Möhnensitzung
Müden. Musik, exzellente Tanzdarbietungen und Vorträge, die die Lachmuskeln bis aufs äußerste beanspruchten und von Beginn an eine fantastische Stimmung waren die gelungene Mixtur, um die Karnevalisten in der Müdener Mehrzweckhalle bei der Möhnensitzung zu begeistern. Kaum hatte Greet Möntenich als Sitzungspräsidentin die Sitzung eröffnet, zog Obermöhn Andrea I. (Probst) mit ihren Moselnixen ein. Gleich danach machte Prinz Harald I. (Kron) mit Hofmarschall Helmut vom Kanonenweg (Peters) und Bergvogt Daniel, Herr der Rinder (Emmerich) in Begleitung der Funken den Möhnen seine Aufwartung. Nach dem Auszugsmarsch war die Bühne frei für den Tanz der „Kleinen Garde“. Jessica Schommer hatte einen schwungvollen Tanz zu bekannten kölschen Liedern mit der Gruppe erarbeitet, der viel Applaus einbrachte. Inge Schug erzählte in der anschließenden Büttenrede, wie gut man es doch als Rentnerin hat. Danach stand die „Große Garde“ bereit, die einstudiert von Margret Schommer, eine Tanzdarbietung der Extraklasse auf die Bühne zauberte. Auch die gegenüber dem Vorjahr stark verjüngte Truppe wurde nicht ohne Zugabe entlassen. Als „Kalorienverzählerin“ gab Beate Hölzenbein einen umfassenden Einblick in ihre Programme zum Abspecken. Die „Danzmädcha“ vom SV Untermosel sind schon eine eingespielte Gruppe und auch sie wussten mit einem schwungvoll vorgetragenen Tanz die Karnevalisten zu begeistern. Hilde Aulmann als „Tussnellche“ skizzierte mit spitzer Feder die Schwächen ihrer Mitmenschen und nahm sich dabei gehörig selbst auf die Schippe. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gastvereine verabschiedeten sich die Möhnen in eine wohlverdiente Pause. Dschungel war das Thema der Tanzdarbietung der Tanzgruppe aus Treis, die das Thema auch in sehr schönen Kostümen umgesetzt hatte. Wie man ein „Dreigestirn“ für Kinder verständlich erklären kann, was im „Ihmahneroht“ (Gemeinderat) so alles schief läuft und welche Fehler bei den „grünen Bestimmern“ (Elferrat) unterlaufen sind, wussten Carina Blümmert und Michaela Haas zu berichten - ein Vortrag der Spitzenklasse. Direkt danach kamen die „grünen Bestimmer“ auf die Bühne und Bert Schommer bedankte sich für die zuvor gegebenen Hinweise. Als er jedoch versuchte, durch Abstellen des Stromes den Redefluss der Sitzungspräsidentin zu beenden, misslang dies gründlich, da sich diese mit einem Megaphon bewaffnet hatte. Im folgenden Vortrag ließ ein JVA-Beamter (Sybille Odenthal) vier Sträflinge (Gerda Möhlig, Marietheres Deising, Elfriede Michels und Rita Hartung) über ihre Straftaten berichten, wobei die seltsamsten Erklärungen für die Straftaten vorgebracht wurden. Gerda Möhlig erhielt für ihr langjähriges Engagement in der Fastnacht den Orden der Rhein-Zeitung. Beim Tanz der Showtanzgruppe „No Limits“, eingeübt von Jenny Sturm, wurde es feurig. Die sechs jungen Männer und die sieben jungen Frauen legten einen wirklich fetzigen Tanz auf die Bühne, der gespickt war mit turnerischen Glanzlichtern. Als Spanierinnen machte die Tanzgruppe aus Moselkern gleich heißblütig weiter. Heike Hagen hatte mit der Truppe einen gewohnt gekonnten Tanz eingeübt, der mit frenetischem Beifall bedacht wurde. Das Männerballett der Freiwilligen Feuerwehr hatte sich in diesem Jahr ein Thema, das sehr oft in Märchen vorkommt, ausgesucht:
Der alte König (Werner Möntenich) wollte seine schöne Tochter (Thomas Balthasar) verheiraten und zwei Knappen (Jan Deising und Rene Michels) stritten um die Gunst der Schönen. Das Ganze, einstudiert von Jenny Thönnes, Jenny Sturm und Jana Müller, wurde fantastisch tänzerisch umgesetzt, ohne jedoch auf einige atemberaubende Flugeinlagen der Feuerwehrtanzgruppe zu verzichten. Die Chorgemeinschaft Müden leitete mit einigen selbst getexteten Liedern das Finale ein und unter den Klängen des Liedes „Sassa“ aus der Operette ‚Maske in Blau‘ versammelten sich alle Aktiven auf der Bühne und ließen sich vom begeisterten Publikum feiern. Anschließend spielte die Band „Blue Diamonds“ noch bis in die frühen Morgenstunden zum Tanz auf.
Verschiedene Tanzgruppen wussten die Karnevalisten zu begeistern.
