„WohnPunkt RLP“ unterstützt zehn weitere ländliche Gemeinden
Greimersburg ist dabei
Cochem/Greimersburg. Mit „WohnPunkt RLP“ unterstützt das Land gezielt kleine Gemeinden beim Aufbau von betreuten Wohngruppen und selbst organisierten Wohngemeinschaften für ältere und pflegebedürftige Menschen. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V., Dr. Matthias Krell, gaben kürzlich den Startschuss für zehn neue Projekte.
Die Ortsgemeinde Greimersburg hat sich mit einem Konzept für eine betreute Senioren-Wohngemeinschaft im Ortskern beworben. Sie wurde als Modellkommune ausgewählt und unterzeichnete nun den entsprechenden Kooperationsvertrag in Mainz. Eine Unternehmensberatung aus Trier zeichnete für das Konzept verantwortlich und orientierte sich dabei eng an den Vorstellungen der Greimersburger. „Ich bin stolz darauf, dass wir mit unserem Konzept nun zu den Modellkommunen in Rheinland-Pfalz gehören. Mit unserem ehrenamtlich geführten Dorfladen zeigen wir schon lange, dass wir Versorgungsstrukturen erfolgreich im Ort aufrechterhalten können. Nun wollen wir den älteren Menschen ermöglichen, weiterhin in ihrer Heimat selbstbestimmt und zufrieden leben zu können“, unterstreicht Ortsbürgermeister Hans-Werner Junglas. Sein Amtsvorgänger Paul Lauxen hatte die Idee gemeinsam mit dem Trierer Büro erarbeitet und wirkt nun als Projektbeauftragter der Ortsgemeinde mit. „Ich wünsche der Ortsgemeinde Greimersburg, dass ihre hervorragende Idee umgesetzt wird. Greimersburg arbeitet seit Jahren engagiert an Lösungen für den demografischen Wandel und entwickelt dabei Ansätze, die das Potenzial dazu haben, Beispiel für andere Gemeinden zu sein“, betonte Bürgermeister Helmut Probst. „Ich freue mich, dass wir mit ‚WohnPunkt RLP‘ nun bereits 15 kleine Dörfer im ländlichen Raum begleiten“, betonte die Ministerin. „Es ist toll, dass so ein reges Interesse an neuen gemeinschaftlichen Wohnformen für ein gutes Leben im Alter herrscht. Die Menschen in Rheinland-Pfalz sollen auch im hohen Alter oder bei Pflegebedarf dort wohnen und leben bleiben können, wo Ihre Nachbarn, Freunde oder Verwandten leben, wo sie sich gut und sicher fühlen und ein vertrautes Wohnumfeld haben. Deswegen brauchen wir gerade im ländlichen Raum mehr ortsnahe Alternativen zwischen häuslicher und stationärer Pflege. Wer im Alter pflegebedürftig wird, soll die Wahl haben und im gewohnten Umfeld bleiben können - wenn er dies wünscht.“ In jeder der WohnPunkt-Kommunen erarbeiten Projekttandems aus kommunalen Projektverantwortlichen und festen „WohnPunkt RLP“-Ansprechpartnern systematisch passende Lösungen zu den konkreten Fragestellungen vor Ort. Bei der aktuellen Bewerbungsrunde interessierten sich fast 40 Kommunen aus allen Teilen des Landes für das Angebot. Davon reichten mehr als 20 Kommunen eine Bewerbung ein. Projektträger ist die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). „WohnPunkt RLP“ wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie als Teilprojekt des Zukunftsprogramms „Gesundheit und Pflege - 2020“ finanziert. Für die Laufzeit von Mitte 2014 bis Ende 2015 wurden insgesamt 329.000 Euro für WohnPunkt RLP bewilligt.
Pressemitteilung
Verbandsgemeindeverwaltung
Cochem
Greimersburg ist Modellkommune beim WohnPunkt RLP. Darüber freuen sich (v.l.): Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V., Bürgermeister Helmut Probst, Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ortsbürgermeister Hans-Werner Junglas, VG-Wirtschaftsförderer Peter Michels und Projektbeauftragter Paul Lauxen.Foto: privat
