44. Verleihung des Cochemer Wappentellers besaß einen leichten Hauch von „Hollywood-Flair“
Herbert Hilken bekam den „Cochemer Oscar“ für sein Lebenswerk verliehen
Cochem. Ein leichter Hauch vom Hollywood-Flair des „Kodak Theatre“ war im historischen Burgweinkeller von Ravené zu verspüren, obwohl sich mit Lieutenant Colonel Handrich nur ein US-Amerikaner unter den geladenen Ehrengästen befand. Es fand die alljährliche Verleihung des legendären „Cochemer Oscar“, sprich Wappenteller, der höchsten Auszeichnung, die die Stadt seit nunmehr 44 Jahren an einen verdienten Mitbürger vergibt, statt. So war es nach 2013 zum zweiten Mal die ehrenvolle Aufgabe von Laudator Wolfgang Lambertz, in seiner Eigenschaft als Stadtbürgermeister diese kunstvoll gearbeitete Ehrengabe zu überreichen. Eine weitere Parallele gab es zur weltberühmten Veranstaltung im kalifornischen Los Angeles: „Der Preisträger wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet“. Die Rede ist vom seit Jahrzehnten engagierten Altbürgermeister Herbert Hilken, der als Stadtoberhaupt von 1996 bis 2012 nicht nur persönlich 16 Mal diesen Wappenteller an eine verdiente Cochemer Persönlichkeit überreichen durfte, sondern mit seinem unermüdlichen Einsatz auf kommunalpolitischer, kultureller und sozialer Ebene stets das Beste für die Stadt, deren Bürger und deren Gäste anstrebte und auch heute noch anstrebt. Sein Amtsnachfolger Wolfgang Lambertz ging bei seiner Laudatio nur auf einige der von Herbert Hilken beispielhaft hinterlassen Fußstapfen sowie sein fundiertes Wissen über die Stadtgeschichte ein, ohne die Gesamtpalette seines positiven Wirkens nennen zu wollen: „Das würde heute Abend den Zeitrahmen der Veranstaltung sprengen“, so der Stadtbürgermeister. Analog zu der weltweit bekannten Ehrerbietung des geladenen Auditoriums am Hollywood-Boulevard gab es am Ende auch auf der Reichsburg fernsehtaugliche „Standing Ovations“ für Herbert Hilken, dem in seinen herzlichen Dankesworten die aufkommende Rührung deutlich anzumerken war und dem beim letzten Satz fast die Stimme versagte.
Weinfest verzeichnet erhofften Besucher- und Einnahmerekord
Zur offiziellen Ehrung des verdienten Preisträgers gesellte sich an diesem Abend auch die positive Nachlese des Cochemer Weinfestes. Vor 80 Jahren wurde diese Vorzeigeveranstaltung ins Leben gerufen und 2014 mittlerweile zum 67. Mal gefeiert. Trotz leicht holprigen Starts und ungünstiger Wetterprognosen konnte das Fest laut Lambertz abschließend einen insgeheim erhofften Besucher- und Einnahmerekord verzeichnen. Zwar wurde die magische Zahl von 150.000 Euro diesmal noch nicht geknackt, doch gibt man sich in Cochem bescheiden und wünscht sich diesen Betrag eben für 2015. Dies keinesfalls zu Unrecht, denn was die Aktiven rund um das Weinfest erneut an willkommenen Verbesserungen umsetzen konnten, lässt auch für die Zukunft Positives erahnen.
TE
