Freunde der Heimat- und Familienforschung
Jahresausflug in die Geschichte
Müden/Mosel. Der diesjährige Jahresausflug der Freunde der Heimat- und Familienforschung führte nach Müden/Mosel. Nach einer kurzen Begrüßung wurde die Gedenkstätte des frühfränkischen Gräberfeldes besucht. Hier hielt Rudolf Bertgen einen interessanten und aufschlussreichen Vortrag über das 1985 archäologisch ausgewertete Gräberfeld. Hierbei ging er sowohl auf die Lage als auch auf die Belegung und die Grabbeigaben ein. Auch ein Blick auf die Entwicklung der Bestattungsriten im Laufe der Zeit war sehr interessant. Nach einer kurzen Stärkung konnten in der Grundschule Müden einige der ausgegrabenen Exponate besichtigt werden.
Weitere Eindrücke
Weiter ging es in die Pfarrkirche St. Stephanus. Hier hatte jeder Gelegenheit die Kirche zu besichtigen und aufkommende Fragen wurden auch hier umfassend beantwortet. Interessant waren hier vor allem der auf die Römerzeit datierte Grabstein in der Sakristei sowie die freigelegten Fragmente der früheren Bemalung des Chores. Vom römischen Brandgrab bis zu sehr vielen Kreuzen verschiedener Arten gab es im Außenbereich der Kirche zu sehen. Als letzte Station wurden die an der Hauptstraße stehenden Häuser in Augenschein genommen. Durch Vergleichsfotos wurde herausgestellt, dass sich auch alte Fachwerkhäuser durch Um- und Anbauten im Laufe der Zeit verändern können. Die bis ins Jahr 1450 zurückreichenden und für die Mosel typischen Fachwerkhäuser sind in Müden noch gut erhalten und wurden beziehungsweise werden saniert, um sie der Nachwelt zu erhalten. Mit einem gemeinsamen Abendessen endete der Jahresausflug und die Teilnehmer waren ob der Vielfalt der im Laufe des Tages gewonnenen Eindrücke begeistert.
