Allgemeine Berichte | 24.06.2015

25 Jahre Singgruppe ANIMO

„Jedes Konzert ist ein schönes Erlebnis“

Blick Aktuell im Interview mit Anke Beilstein

ANIMO-Sprecherin Anke Beilstein hielt beim Konzert einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre Singgruppe ANIMO. Anschließend sprach sie mit Blick aktuell.TE

Ernst. Die bekannte Singgruppe „ANIMO“ feiert in diesem Jahr ihr 25. Gründungsjubiläum. Zu diesem Anlass gaben die versierten Damen dieser beliebten Formation kürzlich ein viel beachtetes Konzert in der Ernster Pfarrkirche. Nach dem gesanglichen Erlebnis, zu dem sich viele Musikfreunde aus dem gesamten Landkreis eingefunden hatten, sprach Blick aktuell mit der ANIMO-Sprecherin Anke Beilstein.

Blick aktuell: 25 Jahre ANIMO, im Landkreis Cochem-Zell und weit darüber hinaus bekannt. Ein Glücksgriff für die Region in Sachen gesangliche Kultur und von den regionalen Veranstaltungskalendern nicht mehr wegzudenken. Wie und zu welchem Anlass habt Ihr Euch gefunden und seid zu dieser tollen Truppe geworden?

Anke Beilstein: Wir sind aus einem Singkreis der katholischen Pfarrjugend hervorgegangen. Solche Kreise lösen sich ja meistens irgendwann infolge einer normalen Fluktuation auf. Aber dieser harte Kern blieb bestehen. Der Anlass, zu dem wir erstmals in der heutigen Formation zusammen öffentlich auftraten, war eigentlich ein weniger schöner: nämlich der Golfkrieg 1990. Wir gestalteten einen Gottesdienst, in dem wir darum beteten, dass dieser Krieg bald beendet sein möge. Schon die Vorbereitungen schweißten zusammen und danach war es irgendwie einfach klar, dass wir in dieser festen Gruppe weiter gemeinsam singen wollten. Zunächst waren es Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen, dann runde Geburtstage. Die Anlässe wurden immer bunter - so wie unser Liedgut.

Blick aktuell: Neben dem wunderschönen Gesang bietet ANIMO auch noch eine hervorragende instrumentale Begleitung zu seinen Beiträgen an. War dies von vorneherein bei Gründung der Singgruppe mit angedacht?

Anke Beilstein: Auch das ist auf unseren Ursprung im Singkreis zurückzuführen, wo Annerose Goßlau Gitarre und ich Konzertflöte spielten. Wir haben viele Lieder in unserem Repertoire mit Gitarrenbegleitung und Vor- oder Zwischenspielen mit der Konzertflöte. Seit Mario Bressan aus Hambuch als musikalischer Coach dazu kam, hat sich das Repertoire aber auch um Stücke mit Klavierbegleitung erweitert. In den letzten Jahren haben wir dann mit Martin Ibald aus der Männergruppe „Halbtrocken“ noch einen zweiten musikalischen Begleiter gefunden, der uns die Welt des A-cappella-Gesangs eröffnet hat. Das macht riesigen Spaß und es ist noch mal eine ganz neue Herausforderung, wenn man mit 7 Personen bis zu fünfstimmige Sätze singt.

Blick aktuell: ANIMO tritt ja prinzipiell für den guten Zweck auf. Welche Einrichtungen habt Ihr bis heute mit Euren Konzerteinnahmen finanziell unterstützt bzw. gefördert?

Anke Beilstein: Das ist zwischenzeitlich wirklich eine lange Liste: z.B. das Kloster Ebernach, die Schwanenkirche Roes, die Kinderkrebsstation Kemperhof, das ambulante Kinderhospiz Koblenz, Einzelschicksale aus unserem Landkreis, schon viele Male das Waisenhaus Triefontain in Zimbabwe, in dem sich der Ernster Georg Fleck engagiert, die Caritas-Stiftung, die Aktion „Helft uns leben“ - da kam schon eine ganz ordentliche Summe über die Jahre zusammen! Es ist schön, wenn man auf diese Weise helfen kann. An unserem Jubiläumswochenende haben wir auch den Aktionstag „Moselbrücke nach Nepal“ mit 670 Euro unterstützt. Mit dem Gesamterlös dieses Aktionstages soll Wiederaufbauhilfe für das vom Erdbeben weitgehend völlig zerstörte Heimatdorf eines Mitbürgers aus Ernst, der aus Nepal stammt, geleistet werden.

Blick aktuell: Welche gesanglichen Themen verarbeitet Ihr in Euren Beiträgen am liebsten und wie weit reicht Euer Repertoire?

Anke Beilstein: Wir haben heute ein sehr breites Spektrum von kirchlichem und weltlichem Gesang, instrumental begleitet oder a-capella gesungen. Das reicht von dem „Kleinen Senfkorn Hoffnung“ aus unseren Anfängen über „Alle Dinge dieser Welt“ vom zeitgenössischen Komponisten John Rutter bis zu „Männer“ von Herbert Grönemeyer oder „Danke für die Lieder“ von ABBA. Es sind auch Mundart-Stücke dabei und viele bekannte Melodien, zu denen wir eigene Texte geschrieben haben. Dabei stehen Themen aus dem ganz normalen Leben im Mittelpunkt und vor allem Gefühle, die unser Leben bestimmen: Glaube, Hoffnung, Liebe und schlichtweg Gottvertrauen.

Blick aktuell: Von ANIMO sind bereits einige CD´s mit Konzerten im Musikhandel erhältlich. Wie viele davon sind bis heute erschienen und ist ein neues Projekt angedacht?

Anke Beilstein: Wir haben zwischenzeitlich drei CDs produziert: „ANIMO - von Herzen“, „Zeit zum Leben“ und eine Sammlung mit wunderschönen Advents- und Weihnachtsliedern, die „WunderWeihnacht“. Die Aufnahme einer CD ist immer ein sehr ambitioniertes Projekt, das neben neuen Liedern auch unglaublich intensive Proben erfordert - mit Spaß allein ist es da nicht getan. Da wir ja alle noch beruflich tätig sind, braucht man schon eine ziemliche lange Vorlaufzeit und die letzte CD ist noch keine zwei Jahre alt. Ein neues Projekt muss einfach reifen, damit es gut wird.

Blick aktuell: Welches war für die Singgrupe ANIMO bis heute das schönste gemeinsame Erlebnis im Rahmen Eurer Konzerte?

Anke Beilstein: Eigentlich ist jedes Konzert ein schönes gemeinsames Erlebnis: man geht mit Lampenfieber vor dem ersten Stück auf die Bühne, man hofft, dass kein Patzer passiert und versucht zunächst einmal die Stimmung des Publikums zu erfühlen. Und irgendwann gibt es den Punkt, an dem man merkt: jetzt sind wir zusammen auf einer Welle. Wenn dieses Gefühl da ist, schlägt sich das auf den Gesang nieder und von da wieder auf das Publikum. Das ist wie eine harmonische Kommunikation. Das erste Konzert wird natürlich immer eine besondere Erfahrung bleiben, denn wir waren überwältigt, wie viele Leute da waren und wie groß der Zuspruch war. Es gibt aber auch jetzt immer wieder besonders intensive Momente. Ein solches Erlebnis hatten wir nach einem Muttertagskonzert, als sich eine Frau mit einem schlimmen persönlichen Schicksal später bei uns bedankte und sagte, sie habe zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder loslassen und weinen können. Das geht sehr nah. Solange es solche Erlebnisse gibt, wissen wir, dass wir noch auf dem richtigen Weg sind, und werden weitermachen.

ANIMO-Sprecherin Anke Beilstein hielt beim Konzert einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre Singgruppe ANIMO. Anschließend sprach sie mit Blick aktuell.Foto: TE

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