Tag des Roten Mosel-Weinbergpfirsich in Cochem
Köstlichkeiten von unscheinbaren Früchtchen genossen
Weinbergpfirsich-Fee Anabell hieß die Besucher willkommen
Cochem. Will man das unscheinbare, dunkel violette „Mosel-Früchtchen“ in seiner ganzen Vielfalt kennenlernen, so muss man ihm buchstäblich unter die Haut gehen. Es präsentiert sich in seinem Outfit nämlich zunächst nur in einem glanzlosen, grau-weißen Pelz und spricht aufgrund dieses eher unauffälligen Erscheinungsbildes nicht direkt jeden Obstfreund an. Das ändert sich aber schnell, wenn dieser dem Roten Weinbergpfirsich mit einem Messer zu Leibe rückt und nach dem Anschnitt dessen Inneres betrachtet. Hier springt dem Genießer dann das dunkelrote und saftige Fruchtfleisch förmlich entgegen und lässt auch schnell erahnen, welche schmackhafte Vielfalt in diesem Pfirsich stecken muss. Einst von den Römern mit an die Mosel gebracht, fristete der Rote Mosel-Weinbergpfirsich lange Jahre sein Dasein in der zweiten Reihe des reichhaltigen, regionalen Obstangebotes, dessen geschmackvolle Verarbeitung damals fast ausschließlich in den geübten Händen von Oma lag und deren leckere Rezepte meist in Sütterlin-Schrift vererbt wurden. Erst in den letzten 20 Jahren haben ganz eingefleischte Fans die Frucht wieder in den Fokus des Interesses gerückt und auf Anhieb in der Beliebtheitsskala der Obstfreunde ganz nach vorne gebracht. Speziell die Stadt Cochem steht mit einem eigenen „Tag des Roten Weinbergpfirsich“ im Besonderen Pate für dieses „Früchtchen“, das in jedem Jahr wieder neue Freunde auf seiner Habenseite verzeichnen kann. Analog der Liebe zu diesem einzigartigen Pfirsich hat man in der Kreismetropole gar das Ehrenamt einer Weinbergpfirsich-Fee geschaffen, die jene Frucht nebst Moselregion offiziell vertritt. Anabell Göbel ist die amtierende Cochemer Pfirsich-Majestät und es war auch ihre viel beachtete Aufgabe, das Fest rund um den Roten Weinbergpfirsich zu eröffnen. In Begleitung der beiden Bürgermeister Wolfgang Lambertz und Helmut Probst, sowie charmanten Weinmajestäten, konnte Anabell gleich zu Beginn der Festveranstaltung zahlreiche Besucher begrüßen, die sich die fruchtigen Köstlichkeiten rund um den Pfirsich sichtlich schmecken ließen. Ob nun als ganze Frucht, als Marmelade oder Gelee, als Wein oder Bowle, als Saft oder Brand, als Kuchen oder Eis, als Likör oder Sekt, das Angebot stand auch in diesem Jahr wieder für hervorragende Qualität. te.
Die Neugier vor der Verkostung. Das schmackhafte Angebot rund um den Pfirsich war auch heuer wieder von hervorragender Qualität.
