Kirchenchor „Cäcilia“ feierte 150-jähriges Jubiläum
Mit viel Schwung in alten Gemäuern
Treiser Verein engagiert sich vielfältig im Dorfleben - Chorprojekt hatte Premiere
Treis. Mit einem Festhochamt und einem tollen Konzert feierte der Kirchenchor St. Cäcilia Treis am vergangenen Sonntag sein 150-jähriges Bestehen. Die Chorgemeinschaft Treis-Karden gestaltete einen ansprechenden Gottesdienst, der durch die musikalischen Elemente eine besondere Note erhielt. Nachmittags trafen sich die 40 Aktiven zu einem Konzert, bei dem der Projektchor „Ohne Grenzen“ (etwa 70 Aktive) unter der Leitung von Chordirektor und Kantor Sven Scheuern zum ersten Mal öffentlich auftrat. In der alten Knabenschule erlebten die Besucher zehn Liedbeiträge des Chores und zwei Soli, die die hohe Musikalität und das Können der Sängerinnen und Sänger noch einmal eindrucksvoll belegten. Zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Landrat Manfred Schnur, Bürgermeister Helmut Probst, Ortsbürgermeister Philipp Thönnes sowie Präses Pastor Hermann-Josef Floeck freuten sich mit den Gästen über einen bunten Reigen von Liedern, der mit „Schön, dass ihr gekommen seid…“ eröffnet wurde. Der Projektchor, der bisher erst dreimal - so Kantor Sven Scheuren - geprobt hatte, brachte richtig Schwung in die alten Gemäuer mit „Kölsche Töne“ und Musicalmelodien. Ob „Hey, Kölle … oder „Das ist die Berliner Luft…“, nicht nur kirchliches Gesangsgut gehört heute zum Repertoire eines Kirchenchores, der sich eigentlich der „Musica Sacra“ verschrieben hat. Vorsitzender Peter Gräf, der zwischendurch die Gäste und Vereinsvertreter aus nah und fern begrüßt hatte, erinnerte daran, dass ein Männerchor im Jahre 1864 die Urzelle der Chormusik in Treis war. Wie viele Vereine leidet auch der Kirchenchor St. Cäcilia heute an akutem Mitgliedermangel. „Vor allem junge Leute bräuchte unser Kirchenchor“, so Peter Gräf, der selbst erst im "hohen Alter" von 43 Jahren zum Kirchenchor gestoßen ist. Im Anschluss an das Konzert hatten die vielen freiwilligen Helfer ein eindrucksvolles Kuchenbuffet in der alten Knabenschule aufgebaut, das für Gaumenfreuden bei allen sorgte. Garniert mit einer Fotoausstellung und Schriftstücken aus der Historie des bei allen kirchlichen und dörflichen Anlässen regen Jubelchors, vergnügten sich die Treiser mit den Gästen bis in die Abendstunden.
Vorsitzender Peter Gräf begrüßte die Geburtstagsgäste mit Humor.
