Senioren aus Müden auf ausgedehnter Reise
Seniorenfreizeit im Emsland
Müden. 51 Seniorinnen und Senioren aus Müden und Umgebung verbrachten sechs erlebnisreiche Tage in Meppen im Emsland. Von Müden führte die Fahrt ins Hotel Pöker. Am frühen Nachmittag erreichte die Gruppe bei sommerlichem Wetter das Ziel und hatte gleich Gelegenheit die Stadt Meppen mit ihrer schönen Fußgängerzone zu erkunden. Am nächsten Tag stand Papenburg auf dem Programm. Nach einer Stadtrundfahrt konnten sie die Meyer-Werft, eine der größten Werften Deutschlands besichtigen. Die gerade ausgedockte „Quantum of the Seas“ konnte von allen Seiten in Augenschein genommen werden. Alle waren beeindruckt ob der riesigen Ausmaße des mit 167.800 BRZ derzeit drittgrößten Kreuzfahrtschiffes der Welt. Mit einer Länge von 348 m, einer Breite von 41,40 m, 18 Decks mit der Möglichkeit 4.188 Passagiere an Bord zu nehmen, war sie ein beeindruckender Blickfang. Von der Besuchergalerie konnte man den Werftarbeitern über die Schulter schauen und sich vom Baufortschritt am Schwesternschiff, der „Anthum of the Seas“ überzeugen. Die Reiseleiterin erläuterte in verständlichen Worten die erforderlichen Arbeiten von der Konzeption bis zur Übergabe eines Kreuzfahrtschiffes und beantwortete fachkundig jede Nachfrage. Der dritte Tag führte die Gruppe in die Niederlande. Im Freilichtmuseum „Veenpark“ wurde das Leben der ersten Moorbauern im Rahmen einer Führung durch den Museumsdirektor, näher gebracht. Die Schmalspurbahn, die in den Museumsdörfern „t Aole Compas“ und „Bargermond verkehrt, brachte die Besucher gemütlich von einem Ende zum anderen. Im idyllischen Dorfkern wurden die Senioren in das Leben um 1920 zurückversetzt. Hier zeigten Schmidt, Krämer, Müller, Bäcker und Holzschuhmacher ihr traditionelles Handwerk. Draußen im Moor wurde demonstriert, wie früher und heute Torf gestochen wurde. Zum Abschluss unternahmen die Reisenden mit dem Torfschiff eine kleine Runde durch das Museum. Freitag stand ein Spaziergang durch Meppen zur Koppelschleuse, einer technischen Meisterleistung, um den Höhenunterschied zwischen Hase und Dortmund-Ems-Kanal zu überwinden, auf dem Programm. Dank des sommerlichen Wetters konnte er stattfinden. Gestärkt mit einer kräftigen Rindfleischsuppe im Integrations-Café ging es dann mit dem Bus nach Lingen zu einer zweistündigen Bootsfahrt auf der Ems. Am fünften Tag stand wieder ein Superlativ auf dem Programm. Bei der Firma „Emsflower“, die allein in Emsbüren 40 ha Gewächshäuser unterhält und den Markt mit rund 700 Millionen Pflanzen beliefert, wurden die Senioren im Rahmen einer Führung durch das Schaugewächshaus, den Tropen- und Schmetterlingsgarten begleitet. Hierbei gab es 15 m lange Tomatenpflanzen zu bewundern, eine riesige Auswahl an Topfpflanzen im „Testbetrieb“ und viele Tipps für den Hobbygärtner gab es noch gratis durch die fachkundigen Begleiter. Abends stand als Überraschung für die Reiseteilnehmer ein Shantychor bereit, der mit bekannten Weisen die Zuhörer zum Mitsingen animierte.
Eine gelungene Freizeit mit einem ausgewogenen Programm fand mit der Heimfahrt am Sonntag ihren Abschluss.
