Schlammwasseraufbereitungsanlage im Moselbad Cochem in Betrieb genommen
Verbandsgemeinde investiert rund 300.000 Euro in Freizeiteinrichtung
Cochem. Mit der Inbetriebnahme der neuen Schlammwasseraufbereitungsanlage setzt die Verbandsgemeinde Cochem mit der Freizeitzentrum Cochem Betriebs-GmbH weiter auf die seit einigen Jahren kontinuierlich vorgenommenen Investitionen in kostenoptimierende – insbesondere energiesparende Maßnahmen - im Moselbad Cochem. So wurden in den letzten Jahren die solare Warmwasseraufbereitung, mehrere Photovoltaik-Anlagen und LED-Scheinwerfer im Wellenbad installiert. „Wir sind auf einem guten Weg, der jetzt“ – so Bürgermeister Helmut Probst – „mit der Inbetriebnahme der Schlammwasser-Aufbereitungsanlage weitergegangen wird, um insbesondere den ständig steigenden Betriebskosten wirksam entgegenzutreten.“ Bürgermeister Probst dankte der bauausführenden Firma Aquila aus Wertheim, dem Fachplanungsbüro Interplan, Becker Ingenieure aus Trier und den Mitarbeitern vor Ort und in der Verwaltung für die Realisierung des anspruchsvollen Vorhabens. So sei das Projekt während des laufenden Badbetriebes umgesetzt worden. Auch schwierigste Installationsarbeiten, die der Enge in den Technikräumen geschuldet waren, konnten ohne Kostenüberschreitungen bewerkstelligt werden. Anlagenfunktionsbeschreibung: Während der Filterspülung wird das Filterrückspülwasser über drei Zwischenspeicher aus den Bereichen Wellenbad, Wintergarten und Kinderland in den neu errichteten Schlammwasserspeicher gefördert. Nach einer voreingestellten Absetzungszeit wird das Filterrückspülabwasser über eine Oberflächenabsaugung entnommen und mit einer frequenzgesteuerten Pumpe über einen Vorfilter in die Aufbereitungsanlage eingespeist. Die Aufbereitung des vorfiltrierten Filterrückspülabwassers erfolgt nach den maßgeblichen DIN-Vorschriften in der ersten Stufe mit einer Ultrafiltration, ausgerüstet mit integrierter Chlorung unter Verwendung von Chlorgas. Mit der Ultrafiltration werden alle ungelösten Inhaltstoffe und mikrobiologischen Verunreinigungen entfernt. Innerhalb der Kompaktanlage ist als zweite Stufe eine Umkehrosmose-Anlage zur Entsalzung installiert. Die Überwachung der Umkehrosmose erfolgt über eine Leitfähigkeitsmessung. Das aufbereitete Betriebswasser wird aufgehärtet, einer Abschlusschlorung unterzogen und anschließend direkt ohne Zwischenspeicherung in die Schwallwasserbehälter, die die einzelnen Schwimmbecken mit Frischwasser versorgen, eingespeist.
Pressemitteilung Redaktion
„Stadt- und Landbote Cochem“
Der Schlammwasserspeicher von rd. 60 m³.
V.l.n.r. Marcel Hammer Firma Aquila, Schwimmmeister Timo Steffen und Geschäftsführer Bernd Schuwerack von der FZZ Cochem-Betriebs-GmbH, Stefan Nieß und Willi Winkler vom Fachplanungsbüro Interplan sowie Bürgermeister Helmut Probst nehmen symbolisch die Schlammwasseraufbereitungsanlage in Betrieb.Fotos: Privat
