Abend des russischen Gesangs
Die Maxim Kowalew Don Kosaken waren in der evangelischen Kirche in Oberhonnefeld zu Gast
Oberhonnefeld. Einen Abend des russischen Gesangs erlebten die Besucher am vergangenen Freitag in der evangelischen Kirche in Oberhonnefeld. Die Maxim Kowalew Don Kosaken waren im Gotteshaus mit ihrer anspruchsvollen russischen Vokalmusik zu Gast.
Als großes Vorbild von Maxim Kowalew fungierte immer der berühmte Dirigent des Don Kosaken Chores Sergej Jaroff. Erst nach seinen vielen internationalen Erfahrungen tat er 1994 den wohl entscheidendsten Schritt seines künstlerischen Lebens und sang in einem Chor, aus welchem sich später die Maxim Kowalew Don Kosaken herauskristallisierten. Das Repertoire des Chores reichte von den traditionellen, alt-russischen Kirchengesängen bis hin zu den geliebten und bekannten Volksweisen. Die Sänger des Chores verfügen über kraftvolle, herrlich timbrierte Stimmen, die sich a cappella zu einem einmaligen, unnachahmlichen Klang vereinen und den ganzen Zauber der russischen Musik und deren Melancholie entfalten. Das Ensemble füllte stimmgewaltig das Oberhonnefelder Kirchenschiff aus. Beim Lauschen der Musik bekamen viele der Besucher „Gänsehaut“. Natürlich fehlten Lieder wie „Ich bete an die Macht der Liebe“, das „Ave Marie“ oder „Eintönig klingt das Glöcklein“ nicht. Das eintönige Glöckchen gehört zu einer Troika, jenem russischen Dreigespann, bei dem drei Pferde nebeneinander vor einer leichten Kutsche angeschirrt sind und mit dieser in oft rasanter Fahrt über die weiten russischen Straßen jagen, dass es nur so staubt. Das Glöckchen mit seinem ständigen Gebimmel hält die Pferde in Trab, und der Kutscher stimmt eines dieser seelenvollen russischen Volkslieder an, dass dem Fahrgast das Herz aufgeht. Die Besucher konnten diese rasante Fahrt sehr gut nachvollziehen. Ohne Zugaben durften die Don Kosaken nicht den Altarraum und die Kirche verlassen. Für die Anwesenden war es ein unvergesslicher Abend mit einem hochkarätigen Spitzenensemble. WT
