Großer Andrang beim Jahrsfelder Markt
Angebot ließ keine Wünsche offen
Straßenhaus. Am vergangenen Donnerstag ging die 327. Auflage des Jahrsfelder Marktes über die Bühne. Ortsbürgermeisterin Birgit Haas und Marktmeister Friedhelm Anhäuser konnten viele Gäste aus Politik, unter anderem die Landtagsabgeordneten Ellen Demuth und Fredi Winter, und Wirtschaft begrüßen. Das geräumige Zelt war voll besetzt. Ein großes Lob sprach die Bürgermeisterin Haas dem Marktleiter Friedhelm Anhäuser mit seinem Helferteam aus. Er sorgte wieder für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Der Chor der Kita Straßenhaus durfte bei der Eröffnung nicht fehlen, und die Kinder trällerten munter drei Lieder für die vielen Gäste. Für ihre Darbietung ernteten die Kleinen anhaltenden Applaus. Mit dem gekonnten Fassanstich durch Landrat Rainer Kaul war der Markt offiziell eröffnet. In seiner kleinen Rede meinte Kaul: „In den fürstlichen Unterlagen wurde bei der ersten Erwähnung des Marktes von einem großen Viehmarkt gesprochen. Wahrscheinlich fand der Markt vorher schon öfter statt.“
Als musikalischer Stargast war in diesem Jahr Leslie Frank aus Koblenz eingeladen. Die singende Frisörin, die bereits im zarten Alter von vier Jahren das Singen mit einer Haarbürste als Mikrofon übte, gab als erstes ihren Song „Ich habe den Wahnsinn überlebt“ zum Besten. Weitere Lieder folgten, und das Publikum klatschte begeistert mit.
Frische regionale Erzeugnisse
Der Bauernmarkt, der viele regionale Waren feilbot, war direkt am Eingang platziert. Frisches Brot duftete, daneben ein Stand mit Käse aus eigener Herstellung, dessen Auswahl an Vielfalt nichts zu wünschen übrig ließ. Biowein, gepresstes Öl, heimischer Senf, Gemüse, Obst, Honig und vieles mehr konnte an den Ständen gekauft werden.
An den weiteren 1.500 Meter Ständen war die Warenauswahl ebenfalls riesig. Neues und Altbewährtes wie Gewürze, Kurzwaren oder neueste Reinigungstechnik waren im Angebot. An der Schule schnatterte und gackerte es. Eine Ente hatte Nachwuchs. Dort wollten die Kinder gar nicht weitergehen. Kaninchen der unterschiedlichsten Rassen konnten betrachtet oder den Alpakas nebenan in die lieben Augen geblickt werden.
Für die großen „Jungs“ gab es vielfältige Holzwerkzeuge vom großen Spalter über Kettensägen bis zu Kehrmaschinen, um den Arbeitsplatz nach getaner Arbeit wieder leicht säubern zu können. Der Nachwuchs konnte das Kistenklettern üben. In der Grundschule gab es Kaffee und Kuchen. Vor dem Gebäude hatte sich ein Kreativmarkt etabliert. Die Tourist-Information Rengsdorfer Land nahm erstmalig am Marktgeschehen zusammen mit der Kreis-VHS Neuwied, Außenstelle Rengsdorf, teil. Dort erfuhren die Besucher zum Beispiel alles Wissenswerte über Wanderwege oder die neuesten Kursprogramme. Am Nachmittag gab es ein Kurkonzert.
Tausende Besucher
Ein Markt, der in der Region einmalig ist und keine Wünsche offen lässt. Bei trockenem, teils sonnigem Wetter lockte er Tausende von Besuchern aus nah und fern an. Die Feuerwehr Straßenhaus übernahm die Einweisung auf den diversen Parkplätzen. Wer das bunte Treiben dieses Mal verpasst hat, sollte sich schon jetzt den ersten Donnerstag im September 2016 rot anstreichen.
Der Markt leitete fast nahtlos in die Kirmes von Straßenhaus über. Die Kirmes startete am Samstag mit dem Festumzug durch das Dorf und dem Aufstellen des Kirmesbaums. Abends wurde dann das Scheunenfest gefeiert. Das Festzelt war rustikal-gemütlich eingerichtet und dekoriert. Dazu sorgten die Band Connection und das Helene-Fischer-Double „Jenny“ für ausgelassene Stimmung.
Der Kirmessonntag begann mit einem Festzelt-Gottesdienst mit Pfarrer Andreas Beck. Nachmittags kamen dann die Kindertanzgruppen aus Oberhonnefeld auf die Bühne, der TV Anhausen, und die Honnefelder Funken schauten vorbei.
Mit dem Fassanstich eröffnete Landrat Rainer Kaul den Markt offiziell, angefeuert von Marktmeister Friedhelm Anhäuser.
Die Küken waren der Rennen bei den Kindern.
