Politik | 13.02.2016

Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte tauschten sich aus

„Arbeitsmarkt ist der größte Katalysator für die Integration“

Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte trafen sich zum Austausch. Kreisverwaltung

Kreis Neuwied. In den Kommunen vor Ort wurden von Politik, Verwaltung, Wohlfahrtsverbänden und Bürgerschaft enorme Anstrengungen unternommen, um den Flüchtlingen fast aus dem Nichts Obdach, Versorgung und Betreuung zu organisieren. Ein großer Kraftakt, dem nunmehr in einem zweiten Schritt zügig Perspektiven und konkrete Maßnahmen für eine gelingende Integration folgen müssen. Denn viele Flüchtlinge, denen über das Bundesamt für Migration und Integration ein dauerhaftes oder befristetes Bleiberecht zuerkannt wird, werden in Deutschland bleiben. Daher ist ihre Integration in die deutsche Gesellschaft und insbesondere in den Arbeitsmarkt eine besondere Herausforderung. Verwaltungen und Organisationen müssen und werden sich auf die Anforderungen, die sich allein schon wegen der Größenordnung ergeben, einstellen. „Dabei ist der Arbeitsmarkt der größte Katalysator für die Integration,“ betonen Dilorom Jacka und Andrea Oosterdyk von Stadt und Kreis Neuwied.

„Integration findet in den Kommunen statt und sie hängt maßgeblich von den Angeboten vor Ort und dem Engagement von haupt- und ehrenamtlichen Kräften ab. Hier leisten die Integrationsbeauftragten und Flüchtlingskoordinatorinnen und -koordinatoren einen wichtigen Beitrag,“ würdigte Miguel Vicente Beauftragter der Landesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge die Koordination und das Miteinander vor Ort. Bei der jüngsten Sitzung ging es um die Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, der eine Schlüsselrolle bei der Integration von Zuwanderern spielt, so die einhellige Einschätzung der Integrationsexperten. Beschäftigung und Arbeit beschleunigen den Lernprozess, sich hier einzuleben und eine neue Lebensperspektive aufzubauen. Die Integrations- und Flüchtlingsexperten brachten es auf die Punkt: „Die Angebote verschiedener Institutionen müssen unbedingt besser miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt werden, um erfolgreich zu wirken.“

Dabei ist der Zugang der Flüchtlinge zu Sprachkursen nach wie vor ein wichtiges Thema. Seitens des Ministeriums für Soziales und Arbeit wurden schon angelaufene Maßnahmen von Arbeitsagentur und Jobcenter vorgestellt, die zunächst einmal die Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen der Flüchtlinge feststellen sollen, damit eine Vermittlung gelingen kann.

Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte trafen sich zum Austausch. Foto: Kreisverwaltung

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