Politik | 06.03.2013

Bürger einstimmig für Ortsumgehung B 256

Der Gemeinderat zeigte sich zunächst völlig ergebnisoffen

Die Einwohnerversammlung war gut besucht.  WT

Oberhonnefeld-Gierend. Die Ortsgemeinde Oberhonnefeld-Gierend hatte seine Bürger zu einer Einwohnerversammlung zum Thema Ortsumgehung Bundesstraße 256 Gierender Höhe eingeladen. Viele waren der Einladung in das Kultur- und Jugendzentrum gefolgt. Vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) waren Werner Oster und Diana Minden gekommen. Werner Oster machte klar, dass die B 256 eine wichtige Verkehrsverbindung sei und diese abschnittsweise geplant werde. Jetzt sei Oberhonnefeld-Gierend an der Reihe. Diana Minden stellte den Besuchern verschiedene Varianten vor. Die Planung umfasste jeweils die Strecke vom Kreisel B256/L265 bis zur Anschlussstelle an die Autobahn A3. Es gibt drei Linien, die im Süden von Oberhonnefeld-Gierend vorbeiführen. Die engere Linie scheidet aufgrund zu starken Gefälles, respektive Anstieges für eine Bundesstraße aus. Die Linie durch das bestehende Gewerbegebiet berührt Privatgrundstücke und dürfte nicht machbar sein. Eine weitere Variante führte durch den Ort. Hier gäbe es für den Ort nur noch einen Anschluss an die Bundestrasse. Die beiden Kreisstraßen 99 und 149 würden mittels Kreisel zusammengeführt und dort auch das Industriegebiet angeschlossen. Alle anderen bestehenden Zufahrten zur Bundesstraße gäbe es künftig nicht mehr. Wie die innerörtliche Verkehrsführung dann aussehen würde, blieb noch offen. Zu den Zahlen des derzeitigen Verkehrsaufkommens im Ort wurde die Zahl von rund 15.000 Fahrzeugen pro Tag genannt. Die Zahl soll sich bis zum Jahr 2020 auf 18.300 Fahrzeuge erhöhen. Bürgermeisterin Rita Lehnert erklärte, dass der Gemeinderat sich in keinster Weise festgelegt habe. Er sei völlig ergebnisoffen und wolle erst die Meinung der Bewohner hören. Schnell wurde in der anschließenden Diskussion klar, dass nur die zwei Varianten, ganz außen herum oder Ortsdurchfahrt in Frage kommen. Bei der Variante durch den Ort wäre auch die geplante Tankstelle, gegen deren Bau es erheblichen Widerstand gibt, vom Tisch. Sie wäre dann nicht genehmigungsfähig. Zu den Kosten war von Werner Oster zu hören: Die Variante durch den Ort kostet schätzungsweise drei Millionen Euro. Die Variante außen herum wird zwischen sechs und sieben Millionen kosten. Die Variante innerorts muss nicht in den Verkehrswegeplan aufgenommen werden und könnte relativ schnell umgesetzt werden. Die Variante südliche Umgehung muss in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Da die vorgesehene Linienführung der Trasse ein Rechtsverfahren darstellt, wird die Dauer bis zur Rechtskraft mindestens zwei Jahre dauern. Damit kann die Umgehung erst in den nächsten Verkehrswegeplan aufgenommen werden. Dies ist dann 2020. Die Planungs- und Umsetzungsdauer wird weitere zehn Jahre in Anspruch nehmen, war zu hören. Rita Lehnert ergänzte: „Wir werden die Tankstelle nicht verhindern können, wenn wir die Trasse um den Ort wählen.“ Nach Anhörung der Fakten und Diskussion gab es ein ganz klares Votum der anwesenden Einwohner. Alle waren für die Ortsumgehung.

Die Einwohnerversammlung war gut besucht. Foto: WT

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag
Imageanzeige
Anzeige Monte Mare Firmenlauf
Brunnenfest Bad Breisig
Muttertag
Tag der offenen Tür der FFW Remagen, 14.05.26
Dusch WC
Anzeige Musikschule
Anzeige Muttertag
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Einsatz in der Innenstadt von Sinzig. Foto: privat
413

Hohes Polizeiaufkommen nach Banküberfall in Sinzig:

„Es war fast wie nach der Flut“

Sinzig. Am heutigen Freitag sorgt der Banküberfall mit anschließender Geiselnahme in der Innenstadt bundesweit für Schlagzeilen – und versetzt die Stadt in große Unruhe. Aufgrund des umfangreichen Polizeieinsatzes war nicht nur die Verkehrslage angespannt. Vor allem die unmittelbaren Nachbarn der betroffenen Volksbank-Filiale bekamen die Auswirkungen der Tat unmittelbar zu spüren.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Daueranzeige 2026
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Jubiläum
Anzeige zu Video "Cashback – Geld zurück beim Einkaufen: Was steckt dahinter?"
Imagewerbung
Titelanzeige KW 19
Kirmes in Kripp
TdoT FFW Burgbrohl
Wir helfen im Trauerfall
Image
Titelanzeige
Imageanzeige
Familienfest an Vatertag der Gro-Rhei-Ka
Kooperationsgeschäft - Anzeige Muttertag