Volkstrauertag in Bonefeld
Den Toten gedacht
Bonefeld. Der Volkstrauertag, ein staatlicher Gedenktag, wird seit 1952 regelmäßig zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Er erinnert an die Toten der beiden Weltkriege und die Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Der Volkstrauertag wurde erstmals am 28. Februar 1926 begangen. In der Weimarer Republik wurde der Volkstrauertag allerdings nicht zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Die Nationalsozialisten übernahmen diesen Gedenktag und legten ihn als staatlichen Feiertag fest. Mit dem Gesetz über die Feiertage vom 27. Februar 1934 wurde er in „Heldengedenktag“ umbenannt und sein Charakter alsdann vollständig verändert: Nicht mehr Totengedenken sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Heldenverehrung.
Bonefelds Ortsbürgermeister Claus Gördes formulierte es so: „Die Gräber und Gedenkstätten der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror sind nicht nur Mahnmale. Sie sind vor allem Orte, die den Toten eine Stimme geben, wo diese uns sagen, was sie gesehen, erlebt, erlitten haben - und welchen Auftrag sie uns heute erteilen.“ Ihr Vermächtnis heißt: „Frieden! Frieden und Achtung vor dem Leben! Zieht aus dem Geschehenen die richtigen Lehren!“ Die Ortsgemeinde gedachte auch der 58 Menschen, die allein in Bonefeld in den beiden Weltkriegen ihr Leben hingegeben haben. Ihre Namen sind in eine Gedenktafel eingegossen. „Diese Menschen stehen symbolisch für den wiederkehrenden Akt gegen das Vergessen“, mahnte Claus Gördes.
Die Männergesangvereine Bonefeld und Rengsdorf hatten sich zusammengetan und den musikalischen Rahmen der Feier, gemeinsam mit Volker Kocherscheidt und seiner Posaune, gestaltet. WT
