Sitzung des Gemeinderats Rengsdorf
Die Attraktivität des Ortes soll gesteigert werden
Tourismus stand im Mittelpunkt der jüngsten Beratungen der Ratsmitglieder
Rengsdorf. Die Ortsgemeinde Rengsdorf hat sich grundsätzlich bereit erklärt, die Tourismusaufgaben an die Verbandsgemeinde zu übertragen. Die beiden neuen Mitarbeiterinnen der Verbandsgemeinde Rengsdorf im Tourismus, Annette Russo und Brigitte Riebold, stellten sich dem Ortsgemeinderat Rengsdorf in der jüngsten Sitzung vor und erläuterten ihre Arbeit. Insofern lauschte der Rat in seiner jüngsten Sitzung gespannt den Ausführungen der beiden Damen. Annette Russo gab einen Abriss über die tägliche Arbeit und die zunehmenden Besucher im neuen Büro.
Der Fokus liegt auf Wandertourismus
Brigitte Riebold nannte die nächsten Schwerpunkte. Ein Hauptpunkt ist weiterhin die Betreuung der bestehenden Wanderwege. Besondere Priorität haben neben dem Rheinsteig die Premiumwanderwege und Wäller Touren Klosterweg von Rengsdorf nach Waldbreitbach sowie die Iserbachschleife im Kirchspiel Anhausen und Isenburg. Die Themenwege werden auch gern erwandert. Hier sind der Butterpfad zwischen Rengsdorf, Straßenhaus und Hümmerich zu erwähnen, der Limeswanderweg in Melsbach und die Zwergenwege rund um Rengsdorf sowie die kommunalen Rundwege.
Bei E-Bikes wird es eine Kooperation mit dem Wiedtal geben. Am Jahrsfelder Markt wird das Tourismusbüro Rengsdorf teilnehmen. Die Homepage soll optimiert werden. Der weitere Ausbau der Radwege und die Verknüpfung mit den Nachbargemeinden wird auch ein zukunftsnahes Aufgabenfeld werden.
Der anwesende Verbandsbürgermeister Hans-Werner Breithausen appellierte an den Rat: „Der Ort Rengsdorf muss schauen, welche Aufgaben er überträgt, und dies muss jetzt festgezurrt werden.“ Das FWG-Ratsmitglied Erika Zipf-Bender warf die Frage in die Runde: „Was macht Rengsdorf außer den Wanderwegen sonst noch spannend?“ Sie forderte, dass für das Schwimmbad ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet werden sollte.
Kurort-Prädikat soll erhalten werden
Eine weitere Diskussion gab es um das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“, das Rengsdorf innehat. Ein problematischer Punkt ist die Frage der Unterbringung der Gäste. Hier hat der Tourismusabteilung keinen großen Einfluss. Brigitte Riebold bat den Rat, seinen Einfluss geltend zu machen, damit Rengsdorf genügend Übernachtungsmöglichkeiten bieten kann. Alle waren sich am Ende einig, dass dieser Titel nicht weggeben werden soll.
Des Weiteren stimmte der Rat der Vergabe der Straßenbau-, Entwässerungskanal- und Wasserleitungsarbeiten „Im Schauinsland“ und dem Stichweg „Bürgermeister-Wink-Straße“ zu. Bei den ausgeschriebenen Arbeiten für das Gebiet „Im Schauinsland“ handelt es sich um die Straße im Schauinsland unterer Teil und um die Baumaßnahme/Erschließung Rheinblick und Eifelblick. „Erfreulicherweise liegen die Kosten für diese Maßnahme weit unter der kalkulierten Kostenberechnung, was letztendlich den Bürger aber auch die Ortsgemeinde entlastet“, verkündete Bürgermeister Christian Robenek.
Die FWG hatte die Spielplätze in Rengsdorf besichtigt und eine Mängelliste erstellt. Die Dokumentation liegt der Verwaltung vor. Schäden, die von den Gemeindearbeitern behoben werden können, werden direkt in Angriff genommen. Defekte Spielgeräte sollen durch gleichwertige ausgetauscht werden. Die Kosten konnten in der Ratssitzung noch nicht beziffert werden.
„In einem gemeinsamen Gespräch am 5. Mai, an welchem auch ein Vertreter der Polizeiinspektion Straßenhaus und ein Vertreter der Kreisverwaltung Neuwied teilgenommen haben, wurde die momentane Situation im Bereich der Ortslage der B 256 erörtert. Die Diskussion wurde sachlich, teilweise jedoch kontrovers geführt“, erläuterte Robenek. Die komplette Beschilderung bezüglich Halteverbote wird entfernt. Das Parken ergibt sich dann aus den gesetzlichen Regelungen. Es wird ein Versuchszeitraum von drei bis vier Monaten vereinbart. Anschließend werden über einen längeren Zeitraum Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Eine Parkraummarkierung wie ursprünglich angedacht wird zurzeit noch nicht aufgebracht. Nach Vorliegen der Ergebnisse wird weiter beraten. Das Ortseingangsschild aus Richtung Altenkirchen kommend wird vor die Einmündung Monte Mare versetzt. Aufgrund der neuen Situation darf in Zukunft in Höhe des Sportplatzes geparkt werden. Die Markierungen an der Überwegung werden verkürzt. Die durchgezogene Linie wird im Bereich des Sportplatzes unterbrochen.
Um die gefahrenen Geschwindigkeiten im Bereich ED-Tankstelle - Fahrtrichtung Neuwied zu reduzieren , wird schon dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Stundenkilometern eingeführt und ausgeschildert.
