Katzenhilfe Neuwied e.V.
Die Retter kamen mit Lebendfallen und Thunfisch
Großeinsatz hielt Tierschützer eine Woche lang auf Trab
Neuwied. Wenn Menschen von Schicksalsschlägen getroffen werden, ändert sich meist auch das Leben ihrer Tiere auf dramatische Weise. Dann sind nicht selten ehrenamtliche Tierfreunde gefragt, um Vierbeiner aus ihrer misslichen Lage zu befreien. So geschehen in Bad Hönningen, wo eine private Tierschützerin gemeinsam mit der Neuwieder Katzenhilfe einen aufregenden Einsatz fahren musste, um elf große und ganz kleine Kätzchen zu retten, nachdem ihre Besitzerin gestorben war. Als bei Ute Schumacher in Bad Hönningen das Telefon klingelt, befindet sich am anderen Ende der Leitung eine Frau, der sie vor 19 Jahren eine Katze vermittelt hat. Die Dame hat ein Problem: Nicht nur, dass ihre Mutter plötzlich gestorben ist, in deren Wohnung befinden sich auch mehrere Katzen, um deren Versorgung sich die Tochter nicht kümmern konnte. „Vier oder fünf, wahrscheinlich alle unkastriert.“ Zurzeit sind neun der in Bad Hönningen geborgenen Tiere im Katzenschutzheim der Katzenhilfe in der Neuwieder Rheinstraße. Dort werden die meisten wohl auch noch eine ganze Weile bleiben müssen, denn viele sind so scheu, dass die Ehrenamtlichen des Vereins sich erst einmal intensiv um sie kümmern und ihr Vertrauen gewinnen müssen, bevor sie sich problemlos in ein neues Zuhause integrieren lassen. Eins macht Ute Schumacher außerdem bis heute Gedanken. „Keines, der Tiere, die wir aus der Wohnung geholt haben, war älter als zwei Jahre. Die Rede war aber eigentlich von vier oder fünf sechs bis acht Jahre alten Katzen. Wenn die Tochter sich da nicht gewaltig getäuscht hat, sind wir mit dieser Geschichte vielleicht noch gar nicht fertig.“
Fietje gehört zu den Tieren, die die Neuwieder Katzenhilfe aus Bad Hönningen übernommen hat. Der bildschöne Kater ist zwar noch ein wenig vorsichtig, lässt sich aber im Gegensatz zu seiner Freundin Claire schon sehr gerne streicheln. Beide warten mit vielen anderen Schmusetigern im Katzenschutzheim in der Rheinstraße auf ein neues Zuhause. Foto: Privat
