Allgemeine Berichte | 04.01.2014

Traditionelle Gardesitzung in Neuwied

Ehrengarde eröffnet Sitzungskarneval

Neuwied. Es ist schon eine seit vielen Jahren geübte und lieb gewordene Tradition: Am zweiten Wochenende im Januar beginnt der Sitzungskarneval in der Deichstadt. Und jedes Jahr ist es die Ehrengarde, die mit ihrem Programm eins der Highlights der Session setzt. Überwiegend eigene Kräfte, alles „Eigengewächse“ der Ehrengarde, bieten ein Programm, das an Vielfalt und Qualität kaum einen Wunsch offen lässt. Gleich zu Anfang wirbeln die Jüngsten des Vereins über die Bühne, die „Piccolos“. Gerade den Kleinsten ist lang anhaltender Beifall für ihren Auftritt immer sicher. Wenn die „Gymnastic Dancegirls and –boys“ aus Niederbieber die Bühne verlassen haben, nimmt eine Institution die Bütt in Besitz, der Protokoller der Ehrengarde Markus Schröder. Mit geschliffenem Wort spießt er alljährlich gekonnt so manche Verfehlung großer und kleiner Politgrößen auf und erntet dafür stets die Zustimmung des aufmerksam lauschenden Publikums. Ihm folgt gleich darauf einer der tänzerisch und visuellen Höhepunkte, der Auftritt der gemischten Garde „Schwerfe bliev Schwerfe“, die zum ersten Mal in Neuwied zu Gast sind. Und noch eine weitere Größe des Neuwieder Karnevals darf gerade auf der Sitzung der Ehrengarde nicht fehlen, der Ruhrkumpel (Hans-Martin Schröder). Seit rund vier Jahrzehnten im Verein hat sich der „Ruhrkumpel“ der Kommunalpolitik verschrieben und sagt gerade heraus vieles, was sich die eine oder andere Politprominenz der Deichstadt hinter den Spiegel stecken sollte. Hat der „Ruhrkumpel“ die Bütt verlassen und wieder an seinem Mischpult Platz genommen, zeigt die Garde, womit sie die letzten Monate ihre Zeit verbracht hat. Monatelang haben die jungen Frauen und Männer geprobt, um an diesem Abend den Applaus des Publikums als schönste Belohnung mit nach Hause nehmen zu können. Nicht fehlen dürfen auf einer Karnevalssitzung natürlich die närrischen Tollitäten und ihr Gefolge, die in diesem Jahr von den Ringnarren aus dem sogenannten „Känguru-Viertel“ gestellt werden. Musikalisch setzt der Musikverein Leutesdorf das Programm fort, um anschließend der „Traumtänzerkompanie“ der Ehrengarde die Bühne zu überlassen. „Wir versprechen nicht zu viel, wenn wir sagen, dass dies ein weiterer Glanzpunkt unserer Sitzung sein wird“, sagt ein Sprecher der Programmkommission, die den bunten Ablauf des Abends zusammengestellt hat. Bevor die „Grün-Weiße Mädcher un Junge“ ihren Showtanz zeigen, betritt ein Trio die Bühne, das sich seit einigen Jahren schon größter Beliebtheit beim Publikum erfreut, die „Drei Baritöne“ (Günter Kutscher, Fredi Winter und Robert Raab). Sie bilden die musikalische Alternative zu den Büttenreden zu Anfang der Sitzung, bevor die Stimmungsband „Die Fünf Fleje“ das Finale der Sitzung einläutet. Karten gibt es im Vorverkauf bei Coiffeur Gert Schanz in der Neuwieder Engerser Straße 62 und – soweit noch vorhanden – an der Abendkasse.

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