Allgemeine Berichte | 01.02.2016

Karnevalsgesellschaft „Rot-Weiß“ Kleinmaischeid e.V.

Ein buntes närrisches Programm

Den Höhepunkt der Tanzgarden setzte die Senioren-Gruppe. WT

Kleinmaischeid. Die Karnevalsgesellschaft „Rot-Weiß“ Kleinmaischeid e.V. hat wahrlich keine Nachwuchssorgen: Kaum der Windel entwachsen, tanzen niedliche Mädchen in der Mini-Garde mit und auch in der Bütt traten neue Akteure auf. Das war bereits die zweite große Sitzung des Jahres, denn die Beiträge der Karnevalisten sind so vielfältig, dass sie in einem abendfüllenden Programm nicht unterzubringen sind. Daher weist das Programm am zweiten Abend neue Büttenreden aus, und die Kleinmaischeider können zweimal lachen gehen.

Einige Besonderheiten

An Besonderheiten hat der Karnevalsverein einiges zu bieten: einen jungen Sitzungspräsidenten, Martin Schmidt, der richtig gut singen kann und der zu Beginn stolz mitteilen konnte, dass 77 ehrenamtliche Aktive auf der Bühne stehen, von denen die legendären Garden das Gros stellen.

Ortsbürgermeister Philipp Rasbach ist einer der närrischen Aktiven. Er wusste in der Bütt eine Menge Interna aus seinem Dorf zu berichten. Der Elferrat, von Rasbach als „Lach- und Spaßgesellschaft“ bezeichnet, musste eine ganze Menge an Lästereien über sich ergehen lassen. Nicht nur der Ortschef, auch Heike Kaballo hatte ihre Gedanken über die Herren in Reime gefasst: „Elferrat wird man im Kleinmaischeider Land ohne Sinn, Können und Verstand.“ Sie schoss jede Menge verbale Giftpfeile auf die Ratsherren ab. Sogar Tine, der schlaksige schräge Vogel von Bauchrednerin Yvonne Seitz beleidigte die Karnevalisten und bekannte Einwohner. Die Stimme lieh ihm Alica Seitz.

Auch der Nachwuchs in der Bütt, die Partyqueens Svenja Kroppach und Carina Boller, die enttäuscht waren, statt „süßer Jungs“ lauter bekannte Gesichter im Saal zu sehen, lästerten in ihrem Dialog über die Verfehlungen der Dorfprominenz. Außer dem Elferrat traf es den Bürgermeister, die Förster, die Feuerwehr und - immer wieder - die Großmaischeider.

Vater und Tochter Olschewski verglichen in ihrer Rede die Kleinmaischeider sehr treffend mit Lokalbesuchern. Die lebhafte Tanja Olschewski bewies bei ihrem Auftritt Bühnentalent. In den Büttenreden erfuhren die Besucher amüsante Neuigkeiten zum Beispiel über angebliche sexuelle Belästigung im Dierdorfer „Aquafit“, Geldsammlung in Stebach, eine Vorzimmerdame und ihr Sauerkraut, die Engel im Himmel und ihre Kinderentstehungsmaschine, die Rezeptur für ein langes Leben oder das Geheimnis von Horst Rasbachs langjähriger Ehe.

Auftritte der Tanzgarden

Erholungspausen für den gebeutelten Elferrat gab es immer bei den beeindruckenden Auftritten der Tanzgarden, dem Prunkstück des Vereins, die von Yvonne Flammersfeld und Anna Kaul zur Perfektion trainiert worden waren. Mit fliegenden Federn wirbelten die niedlichen „Minis“ als Paradiesvögel über die Bühne. Die Junioren-Tanzgarde brachte mit rasantem Tempo in Petticoats und Turnschuhen die Neue Deutsche Welle in das Bürgerhaus. Einen optischen Höhepunkt bildete der Showtanz der Senioren „Let’s Rock’n Roll“ mit Tempo, Präzision und Akrobatik dargeboten. Alle Gardentänze verlangten nach Zugaben.

„Die sechs Tenöre“ traten in verkleinerter Form auf. Einige Herren des Elferrats mit offensichtlich gut trainierter Nackenmuskulatur hatten mit Grönemeyers Hit „Männer“ einen überraschenden Auftritt, der mit viel Applaus bedacht wurde. Die mit Spannung erwarteten „Klosterbrüder“ brachten in diesem Jahr die Helene-Fischer-Show auf die Bühne. Schlecht rasiert, aber elfengleich schwebten „die weißen Blattfedern“, Andreas Gabalier auf seiner großen Deutschlandtournee, Florian Silbereisen, die „Doofen“, Village People und Status Quo Rocker durch die Show, bis am Ende alle atemlosen Klosterbrüder zu Helene Fischer-Doubles mutiert waren.

Finalauftritt des Elferrates

Musikalisches Talent bewies wieder einmal der Elferrat mit seinem Finalauftritt, der mit Bandleader Georg Dills einstudiert worden war. „Solist“ Martin Schmidt sang zum Abschluss mit Unterstützung der Band California und dem Publikum das Lied „Op die Liebe un dat lävve, op die Freiheit un d’r Dud. Kumm mer drinke uch met denne, die im Himmel sinn, alle Jläser huh!“

Nach der gelungenen Prunksitzung, die von Chef-Organisatorin Petra Flammersfeld mithilfe des Ehrenvorsitzenden Harald Wendt, den Technikern Guido und Rainer Leersch, Patrick Kaul und Filmer Gerd Dasbach, Geburtstagskind Heidi Pottreck sowie anderen Helfern wieder perfekt gemanagt wurde, sind die Kleinmaischeider Karnevalsfreunde sind nun vorgeglüht für die heißen und tollen Tage mit Preis-Kostümball am Samstag, 6. Februar, um 20.11 Uhr, dem Kinderkarneval am Sonntag, 7. Februar, um 15.11 Uhr und den beliebten Rosenmontagszug am 8. Februar um 14.11 Uhr mit anschließendem Narrentreiben im Bürgerhaus Kleinmaischeid.

Die Klosterbrüder im „Helene Fischer-Fieber“.

Die Klosterbrüder im „Helene Fischer-Fieber“.

Den Höhepunkt der Tanzgarden setzte die Senioren-Gruppe. Fotos: WT

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