Lokalsport | 07.09.2015

Bitburger Fußball-Rheinlandpokal

Ein echter Pokalkrimi in Straßenhaus

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth - FV Engers 8:7 (1:1, 1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen. Die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth zog durch einen 8:7 (1:1, 1:1, 0:0)-Sieg nach Elfmeterschießen über den Rheinlandligisten FV Engers in die dritte Runde des Bitburger Fußball-Rheinlandpokals ein. Die 300 Zuschauer erlebten in Straßenhaus über 120 Minuten Spannung und Dramatik pur. Ein Pokalkrimi, in dem die Gäste spielerische Vorteile besaßen und bis zum Strafraum dominant auftraten, sich aber schwer taten, die zweikampfstarke und gut eingestellte SGE-Defensive in Verlegenheit zu bringen.

Auffällig: Die Engerser Angriffsreihe operierte immer wieder mit hohen Bällen. Willkommene Geschenke für den starken SGE-Torhüter Pete Neuendorff und seine groß gewachsene Innenverteidigung um Claudio Schmitz und Benjamin Schmidt, die immer Herr der Lage blieben. Torjubel war zuerst aus dem einheimischen Lager zu vernehmen. Neuzugang Luan Muriqi hatte in der 62. Minute mit einem 16-Meter-Distanzschuss die 1:0-Führung für den Bezirksligisten markiert.

Engers reagierte wütend und verstärkte den Druck auf das gegnerische Tor. Erst ein typisches Tor von Edis Ramovic brachte die Gäste in der 78. Minute zurück ins Spiel. Der FV-Torjäger bewies wieder einmal seinen Torinstinkt, stand goldrichtig und glich zum 1:1 aus. Danach sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Platzherren taktisch klug agierten. „Wir haben das richtig gut gemacht und den Gegner nicht zu nah an unser Tor kommen lassen. Eine echte Gefahr drohte nur durch Distanzschüsse. Wir haben das 1:1 auch in der Verlängerung halten können“, unterstrich der Ellinger Trainer Thomas Kahler die starke Defensivarbeit seiner Schützlinge.

Als der sehr gut leitende Schiedsrichter Lukas Heep aus Neuwied die beiden Teams zum Elfmeterschießen bat, wurden die Nerven der Spieler, Trainer und Zuschauer auf die Folter gespannt. Und hier wurde der jüngste Akteur auf dem Platz zum Held des Abends. Der 19-jährige Ellinger Torwart Neuendorff parierte den entscheidenden Elfmeter des Engersers Christopher Freisberg: Er entschärfte den Flachschuss reaktionsschnell. Zuvor hatten sechs Schützen beider Mannschaften ihre Elfmeter sicher verwandelt. Neuendorffs Mannschaftskollege Joscha Lindenau nutzte anschließend die sich bietende Chance zum Sieg und verwandelte eiskalt zum 8:7-Endstand.

„Heute standen sich in technischer Hinsicht zwei hochklassige Mannschaften gegenüber. Engers agierte mit mehr Ballbesitz, die Ellinger glichen dies durch ihre taktisch disziplinierte Spielweise aus. Es war ein gutklassiges Spiel, das allerdings überwiegend zwischen den beiden Sechszehnern stattfand. Nennenswerte Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware“, blickte ein gut gelaunter SG-Abteilungsleiter Rolf Kahler auf den Fußballkrimi zurück. „Elfmeterschießen ist bekanntlich ein Lotteriespiel, das wir mit dem berühmten Quäntchen Glück gewonnen haben. Ich bin mir sicher, dass wir die Zuschauer, die heute da waren, auch beim nächsten Heimspiel begrüßen dürfen.“

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth: Neuendorff, Hümmerich, Schmitz, Schmidt, Lindenau, Muriqi (91. D. Puderbach), Weißenfels, T. Puderbach (59. Braun), Zent, Krautscheid (59. Kleinmann), Raasch.

Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied).

Zuschauer: 300.

Torfolge: 1:0 Luan Muriqi (62.), 1:1 Edis Ramovic (78.).

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