Wanderung zu den weißen Steinen
Eine Treppe in den Himmel
Hümmerich. Am Parkplatz am Hümmericher Ortseingang geht man über den Wanderweg HÜ 4 zur weißen Steinhütte. Hier geht es links den weißen Steinweg entlang. An deren linken Seite sieht man fünf drei bis fünf Meter tiefe, trichterförmige Löcher. In den Jahren 1846 bis 1872 wurde hier Bergbau betrieben, bei dem Brauneisenstein abgebaut wurde. Von hier aus circa 400 Meter weiter stößt man auf die weiße Stein- Quelle. Die ersten kleineren, weißen Steine sind erkennbar. Von hier aus geht es rechts in mehreren Kehren bergab, talwärts. Einige alte Kohlenmeiler Plätze werden sichtbar. Wenn man ein wenig im Erdreich buddelt, kann man noch kleine Kohlenreste finden. In einer Mulde, die bis an die Wiesen des Fockenbachtals reicht, liegen mächtige Quarzbrocken, von einem kleinen Bach umspült. Circa 700 Meter Luftlinie südlich der weißen Steine am anderen Ufer des Fockenbachs in der Gemarkung Niederhonnefeld steht der markante Felsblock - der Stangenstein. Es gibt eine Sage, die berichtet, dass der Allmächtige das Siebengebirge und die Linzer Höhe prächtig erschaffen hatte, der Teufel neidisch wurde. Er beschloss eine Treppe bis in den Himmel zu bauen. Er sammelte große und kleine Steine und baute diese so hoch auf, dass er mit seiner Hand ans Himmelfenster reichen konnte. Das gefiel dem Allmächtigen gar nicht. Er rührte mit einem Finger das Bauwerk an, stürzte es um und die meisten Steine fielen herunter ins Fockenbachtal, in der Gemarkung Hümmerich. So entstanden der Sage nach die weißen Steine in Hümmerich. In den 1930er-Jahren sollten die Steine an einen Glashersteller in Siegen verkauft werden. Gottlob scheiterte das Vorhaben an der Bergung und dem Abtransport der Steine. Der Teufel wurde in dieser schönen Gegend nicht mehr gesehen.Die weißen Steine in Hümmerich sind ein Naturerlebnis und einen Besuch wert.
