Verbandsgemeinderat Dierdorf
Energie GmbH befindet sich in schwierigem Fahrwasser
Dierdorf. Der Verbandsgemeinderat Dierdorf hatte sich in seiner jüngsten Sitzung auch mit der Energie GmbH der Verbandsgemeinde Dierdorf, dem Heizkraftwerk, zu befassen. Die neueste Bilanz aus dem Jahr 2014 weist wenig erfreuliche Zahlen aus. Sie endet mit einem Verlust von 75.648,31 Euro. 2013 betrug der Verlust inklusive des Vortrags 77.186,31 Euro. Damit ist das gezeichnete Eigenkapital der Gesellschaft von 140.000 Euro aufgebraucht. Es besteht bereits eine Unterdeckung von knapp 13.000 Euro. Die Bilanz wird vom Wirtschaftsprüfer als ordnungsgemäß testiert.
Der Wirtschaftsprüfer gibt allerdings in seinem Prüfbericht einen deutlichen Hinweis an die Gesellschafter: „Wir weisen pflichtgemäß darauf hin, dass der Bestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist. Die Liquiditätslage der Gesellschaft zum Ende des Berichtsjahres ist angespannt. Die Gesellschafter haben zu Beginn des Folgejahres zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft Darlehen zur Verfügung gestellt. Des Weiteren weisen wir auf die bilanzielle Überschuldung zum Bilanzstichtag hin. Außerdem hat der Mehrheitsgesellschafter für das Folgejahr auf Pachtzahlungen gegen Besserungsschein zur Verbesserung der Ertragslage verzichtet. Der Fortbestand ist von der zukünftigen Wetterentwicklung, der Gewinnung neuer Kunden, von Preisanpassungen als auch von der weiteren Unterstützung der Gesellschafter abhängig.“
Der vorgelegte Wirtschaftsplan für 2016 weist eine „Null“ aus. Dieter Buhr von der FWG meinte: „Ich betrachte den Wirtschaftsplan als geschönt. In den vergangenen Jahren haben die Pläne nie gestimmt.“ Verbandsbürgermeister Horst Rasbach musste einräumen, dass mehr auf die Form als auf realistische Vorgaben geschaut wurde. „Wir müssen die Entwicklung, besonders die Temperaturen des Winters abwarten“, meinte Rasbach, der neben Egbert Böhm Geschäftsführer der GmbH ist. Bei der Abstimmung zur Zustimmung zum Wirtschaftsplan 2016 enthielt sich die FWG.
