Posaunenchor Anhausen gastierte fünf Tage im Selbstversorgungsheim
Freude und Musik gehören zusammen
Anhausen. Freude und Musik gehören zusammen, so ähnlich hat es bereits Aristoteles vor 2300 Jahren festgestellt. Dass diese Aussage immer noch richtig ist, bewies der Posaunenchor Anhausen, der für fünf Tage eine Freizeit im Selbstversorger-Heim der Evangelischen Bergkirche im Odenwald durch-führte. Insgesamt 21 Teilnehmer hatten Interesse bekundet, und so hatte Leiterin Bianca Jungmann zunächst einmal eine geordnete Anreise zu organisieren, bevor Kinder und Erwachsene mit Instrumenten, Lebensmitteln, Decken, Wanderkleidung usw. in das mitten im Wald gelegene Freizeitheim in der Nähe von Lindenfels einziehen konnten. Es waren anregende Tage ohne Fernsehen und Radio: Bei durchaus schönem Herbstwetter wechselten sich erholsame Freizeitaktivitäten mit fordernden Musikproben ab. Für Unterhaltungund Abwechslung sorgten Achim Krokowski und Annette Brog, die mit Wanderungen, Spielen, Rhythmik und Gesang die Freizeit auflockerten. Highlights waren der Besuch des Drachenturms in Lindenfels, die anstrengende - aber lohnende - Wanderung im Felsenmeer und die sehr lustige Aufnahmeveranstaltung der neuen Chormitglieder in die Gruppe. Hierbei zeigte es sich, dass der Posaunenchor in den letzten zwei Jahren nicht nur ein ständiges Wachstum vorzuweisen hat, sondern vor allem die wichtige Gruppe der Jugendlichen im Chor eine sichere Heimat findet. Die „feierliche formale Aufnahme“ war ein Riesenspaß und wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Was dort alles gemacht wurde, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Aber auch die Pflichten wurden ernst genommen; jeder fühlte sich in der Verantwortung, für die anderen da zu sein und gerne half das Team sich gegenseitig. Ein höflicher, verständnisvoller Umgang miteinander war daher genauso selbstverständlich wie das Engagement in Tätigkeit-ten., die jeder zuhause vielleicht nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit machen würde. Beim Kochen bewies Michael Jungmann nicht nur seine organisatorischen Fähigkeiten im Abschätzen der benötigten Lebensmittelmengen, sondern auch sein Geschick in der Zubereitung frischer, abwechslungsreicher, wohlschmeckender Gerichte. Unterstützung hatte er von der Jugend, die nicht nur sehr gerne beim Schnibbeln der Möhren, Gurken und Kohlrabi half, sondern auch immer dabei war, wenn es zwischendurch mal was zum Probieren gab. So wurden alle nicht nur richtig satt, sondern sie ernährten sich auch gesund, damit genügend Kraft für die durchaus anstrengenden Probestunden blieb. Hierbei zeigte es sich, dass die Neuanschaffung einiger Instrumente für die Kinder eine wichtigeund richtige Entscheidung gewesen war: Spielspaß und musikalische Qualität waren spürbar gesteigert, und so wird auch in den nächsten Monaten und Jahren der Posaunenchor für das Kirchspiel eine tragende musikalische und gesellschaftliche Einrichtung bleiben.
