Allgemeine Berichte | 06.02.2013

Karnevalssitzung Kleinmaischeid

Fünf Stunden Bühnenprogramm in der Helau-Hochburg

Fünf Stunden Bühnenprogramm in der Helau-Hochburg

Kleinmaischeid. Ein sehr volles Dorfgemeinschaftshaus und fünf Stunden Bühnenprogramm bewiesen eindrucksvoll, dass der Fortbestand der Helau-Hochburg Kleinmaischeid gesichert ist. Der stattliche Elferrat mit seinen zwölf Ministern auf der Bühne stellte die Kulisse für ein optisch und akustisch gelungenes Kaleidoskop närrischer Ideen. Traditionell eröffnet der Spielmannszug Kleinmaischeid mit eigener Musik beim Einmarsch des Elferrats und der Garden die Sitzung. Für die übrige Live-Musik zeichnete Georg Dills mit seiner Band „California“ verantwortlich. Für den technisch perfekten Ablauf sorgten wieder Guido Leersch und Wolfram Fuß.

Die rot-weißen Garden waren wie immer das Herzstück der Veranstaltung. Jede Altersgruppierung führte mit Präzision und Schwung je einen Gardetanz und einen Showtanz auf. „Dschungelparty“ lautete das diesjährige Motto der Kinder-Truppe, „Küss den Frosch“ tanzten die Junioren und zu „Viva Espana“ wirbelten die Senioren über die Bühne. Mit Schwung und Begeisterung überzeugte Piraten-Prinzessin Heike I. von der Prosecco-Insel mit ihrer ansehnlichen 13-köpfigen Piratinnen-Mannschaft beim Piratentanz. Prinzessin Heike war stolz darauf, die erste Motto-Prinzessin in Kleinmaischeid zu sein. Die Freibeuterinnen hebelten für die Dauer ihrer Regentschaft alle Zwangsverträge wie Verlobung und Ehestand auf. Der Schwur auf ihre neuen närrischen Gesetze wurde vom Publikum durch Anfassen des Nachbarn am linken Ohrläppchen und gemeinschaftliches Nachsprechen der Formeln abgelegt.

Gleich zwei Prinzessinnen erschienen beim Showtanz der Minis auf der Bühne. Es lag keineswegs am Alkohol, wenn man Schneewittchen und die Zwerge doppelt sah. Das Publikum war vom gekonnten Auftritt der niedlichen Zwerge begeistert. Ihre beiden Trainerinnen Ivonne Flammersfeld und Anna Retterath hatten sich die riesigen Orden der Geduld, die ihnen von Petra Flammersfeld für den Verein und von Anja Retterath für die Eltern verliehen wurden, wahrlich verdient.

Die Karnevalsorden der Session wurden vom Elferrat an die vielen Aktiven, die Helfer an der Kasse, Adam Sellers, Heidi Potreck und Vera Fuß, den Kameramann Gerd Dasbach, den Ehrenvorsitzenden Harald Wendt und die gute Seele des Karnevalvereins, Petra Flammersfeld, verliehen.

Das verbale Highlight des Abends war Immigrant Bernd Weiand aus Dierdorf, der als Gastarbeiter Ahmed Özdemir Deutschland, Dierdorf und Kleinmaischeid konkret analysiert: „Hab ich kleine Käffer satt, zieh nach Dierdorf in die Stadt, wo mal früher Graf geboren und ansonsten Hund erfroren.“ Er erkennt das Dschungelcamp als „echtes deutsches Leitkultur“ und guckt ansonsten „krasses Westerwald -TV“. Fazit: „Ahmed hat sich integriert, Lachmuskeln krass strapaziert!“

Lokalkolorit brachte ein tratschendes Ehepaar alias Marlene Krobb und Stefan Fuß mit heimischem Platt und Spitzen gegen die Dorfhonoratioren und - natürlich - gegen die Großmaischeider zu Gehör. Auch Sitzungspräsident Martin Schmidt ließ in der Bütt mit seinen Kalauern die Mitbürger nicht ungeschoren und Büttenredner Horst Rasbach zog in seiner „Begrüßung“ nicht nur Frauen und Männer im Allgemeinen, sondern auch sich und seine Verbandsgemeindeverwaltung humorvoll durch den Kakao.

Voller Spannung wurde der Auftritt der Klosterbrüder erwartet. Märchenhaft kamen sie daher, tänzelten als Rotkäppchen, Dornröschen, Hänsel und Gretel und Zwerge über die Bühne und erzeugten Lachstürme. Unterstützung hatten sie durch Trainerin und Vorleserin Schneewittchen Lena Schreiber. Jeder Zuschauer müsste nun aufgeklärt sein, um welche Art von Hexenhaus es sich bei der süßen „Finca“ handelt. Einen singenden Elferrat durfte das Auditorium sogar erleben. So viel Engagement und Auftrittsmut animierte zum Mitsingen.

Die beiden Sitzungspräsidenten Werner und Martin Schmidt können mit Zuversicht auf die nächste karnevalistische Session schauen. Vielleicht ist dann auch wieder Minister Thomas Engel dabei, der sich am Samstag auf einem Lehrgang befand zu der dringenden Frage: „Wie überstehe ich eine mehr als vierstündige Elferratssitzung, ohne ein Mal auf Toilette zu gehen?“ WT

Fünf Stunden Bühnenprogramm in der Helau-Hochburg
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