Geplante Ortsumgehung Straßenhaus
In der Presse war zu lesen, dass Ortsbürgermeisterin Birgit Haas sich am 21. Februar, in Bezug auf die Ortsumgehung äußerte. Aus meiner Sicht werden Formulierungen wiedergegeben, die dem Sachverhalt nicht vollumfänglich entsprechen. Ich selbst war beim Ortstermin mit Werner Oster (LBM) zugegen. Herr Oster ließ keinen Zweifel daran, dass bei entsprechender politischer Vorgabe „alle Uhren auf Null“ gestellt werden könnten.Die Aussage von Frau Haas müsste daher lauten: Der damalige Gemeinderat hat sich mit der 1996 vorgestellten Linienführung durch das Höllsbachtal arrangiert und die aktuell aktiven Gemeindevertreter sehen keinen Anlass, die damalige Entscheidung hinsichtlich einer Neubewertung von Alternativen zu diskutieren.Die Maßnahme befindet sich im „vordringlichen Bedarf“. Bei erneuter Befassung mit Alternativen ergäbe sich eine spätere Realisierung. Die Marschroute des Gemeinderates Straßenhaus scheint jedoch zu sein: besser jetzt und schlecht, als überlegter und später.Der Hinweis von Frau Haas auf die Unzulänglichkeiten der sicheren Fußgängerquerung der bestehenden Ortsdurchfahrt ist gerechtfertigt – wenn allerdings nur ein kleiner Teil der Bausumme für die Trasse im Höllsbachtal für die Optimierung der Verkehrssicherheit im Bereich der alten B 256 ausgegeben würde, wären effiziente Maßnahmen zu erreichen, die Lage zu verbessern.Die Entscheidungsparameter in Bezug auf die Ostumgehung, die 1979 wegen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung aus der Diskussion herausgefallen ist, haben sich seither verändert. Eine Betrachtung dieser Streckenführung unter Gegenwartsaspekten birgt eine Alternative. Allerdings würde auch die Ostumgehung zu einem Aussterben des versorgungsrelevanten Einzelhandels in Straßenhaus führen. Die Versorgungslage der Bürger in Straßenhaus darf imVergleich mit anderen Orten derzeit als überdurchschnittlich gut bezeichnet werden. Der Blick nach Oberbieber macht offensichtlich, was mit dem Einzelhandel geschehen wird – ist das „Zukunft für Straßenhaus“? Erfreulich ist die Ankündigung einer Bürgerversammlung für den 15. März 2013.Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Bürger, speziell aus Straßenhaus, Ellingen und Niederhonnefeld, daran teilnehmen würden.
Harald Schmidtke,
Datzeroth
