Aufführung der Theater-AG des Martin-Butzer-Gymnasiums Dierdorf
„Hanna im Glück“ - von Zufall, Glück und Schicksal
Das philosophisch anmutende Stück sorgte bei seinen drei Darbietungen für Szenenapplaus im Publikum
Dierdorf. Die Theater AG des Martin-Butzer-Gymnasiums Dierdorf zeigte vor Kurzem dreimal das Jugendstück „Hanna im Glück“ in der Bühnenfassung von Marlene Skala. In dem Stück treten das Glück, der Zufall und das Schicksal als reale Personen auf die Bühne. Sie sinnieren auf den Brettern, die die Welt bedeuten, über Entscheidungsfindung, die Lebensgestaltung oder auch die Wendepunkte im Leben. Oft sind sie von unscheinbarer Gestalt oder treten ganz unbemerkt an einen heran. Darstellerisch hatte die Theater AG dies sehr gut gelöst. Die kleine Wohngemeinschaft der Drei war direkt neben der Hauptbühne aufgebaut worden. Dort stand auch das Spinnrad von Fortuna, mit dem sie in die Zukunft schauen konnte.
Wie im wirklichen Leben scheint jeder am Besten zu wissen, welches der richtige Weg ist. Darüber streiten das Glück, der Zufall und das Schicksal heftig und legen sich und Hanna den einen oder anderen Stein nicht unabsichtlich in den Weg. Neben vielen fragwürdigen Glückshändlern wollen auch das Glück, der Zufall und Fortuna in Person Hanna helfen.
Hanna ist unterwegs, ohne woher und wohin, sammelt Glasscherben und ist fest davon überzeugt, dass diese ihr etwas Wichtiges zu sagen haben, auf der Suche nach dem Weg durchs Leben. Am Ende bringen ihr die Scherben wirklich Glück.
Die 16 Schauspielerinnen und Schauspieler, die Souffleuse, sowie die fünf Techniker der Theater AG sind Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen acht bis 13 des Martin-Butzer-Gymnasiums in Dierdorf. Für das kulturelle Angebot hat die Truppe an vielen Montagen mit Wolff-Achim Hassel geprobt. In der Premiere und den beiden weiteren Vorstellungen konnten die vielen Zuschauer eine gute schauspielerische Leistung mit einem ausdrucksstarken Bühnenbild mit viel Liebe zum Detail bewundern. So gab es zum Beispiel richtige Straßenlampen, die in nächtlichen Szenen auf der Bühne leuchteten. Bereits während des Stückes gab es vielfachen Szenenapplaus.
WT
