Frühjahrsputz in Feld und Flur in Oberraden
Im Dorf gab es alle Hände voll zu tun
Oberraden. Seit über 20 Jahren hat der Frühjahrsputz in Wald, Feld und Flur einen festen Platz im Terminkalender der beiden Orte Nieder- und Oberraden. Aus dem ehemaligen „Gemarkungssäubern“, das heißt, nur das Sammeln von Abfall und illegalen Ablagerungen im Außenbereich, ist im Laufe der Jahre bis heute viel mehr geworden. Mittlerweile ist es ein regelrechter Frühjahrsputz des Dorfes. Die gemeindeeigenen Flächen werden auf Vordermann gebracht und allgemeine Gemeindearbeiten ausgeführt. In Oberraden gibt es keine eigenen hauptamtlichen Gemeindearbeiter. Die anfallenden Pflegearbeiten im Dorf werden von ehrenamtlichen „Grünflächenpaten“ übernommen.
Für die Einladung und Organisation zeichnet die Ortsgemeinde verantwortlich. Ortsbürgermeister Achim Braasch konnte am vergangenen Samstag insgesamt 71 Helferinnen und Helfer begrüßen und für den Arbeitseinsatz einteilen. Daneben waren noch zwei Profis im Einsatz.
Die Firma AK Baumdienste aus Oberraden unterstütze mit zwei Mitarbeitern und den entsprechenden Maschinen die Arbeiten kostenfrei. Erstmals hatte sich auch der örtliche Burschenverein eingeklinkt, der 22 Burschen abstellte. Die Kreisverwaltung Neuwied steuerte entsprechende Container bei. Bereits morgens um 7.30 Uhr legten die Burschen los, der Baumdienst startet um 8 Uhr und die anderen Ehrenamtlichen trafen sich um 9 Uhr in Nieder- und in Oberraden. Der Abschluss wurde gemeinsam um 12.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Oberraden mit einem gemeinsamen Eintopfessen begangen. Essen und Getränke wurden von der Ortsgemeinde gestiftet. Bereits im Vorfeld wurde organisiert und abgestimmt. Ortsbürgermeister Achim Braasch wurde dabei von seinen Beigeordneten unterstützt. Für den Ortsteil Niederraden war am Samstag Hans Jürgen Barg federführend. Neben dem obligatorischen Müllsammeln standen in Niederraden das Dorfgemeinschaftshaus und der Bolzplatz im Mittelpunkt. Am Dorfgemeinschaftshaus standen umfangreiche Pflegemaßnahmen an. Am Bolzplatz war der Zaun in die Jahre gekommen und musste abgebaut werden. Am Ortseingang gab es noch einen Lagerplatz mit überschüssigen Bruchsteinen aus einer Maßnahme am Dorfgemeinschaftshaus sowie alte Pflanzsteine und Betonreste. Sie sind jetzt verschwunden.
In Oberraden gab es viel zu tun. Die Grünflächen im Bereich der Ringstraße/Schulstraße wurden hergerichtet, gesäubert und die Sträucher zurückgeschnitten. Am Spielplatz wurden die Blockstufen geschrubbt und der Platz mit neuem Rindenmulch versehen. Die Aubachquelle wurde aufgesucht und der Bereich gesäubert. Der Zuweg zum Jagdhaus wurde wieder freigemacht. Die Sägeprofis waren damit beschäftigt, die notwendigen Lichtraumprofile an den gemeindeeigenen Wirtschaftswegen wieder herzustellen. Andere transportierten das angefallene Schnittgut ab.
Vor dem alten Dorfgemeinschaftshaus und am Ortseingang wurden Flächen umgebrochen und gefräst. Diese Arbeiten dienten der Vorbereitung für die Anlage von Blumenwiesen. Das Projekt wird gefördert vom Naturpark Rhein Westerwald.
Der Burschenverein beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Bolzplatz und rund um das Dorfgemeinschaftshaus. Am Bolzplatz wurden die Ballfangnetze wieder fit gemacht und der Grillplatz hergerichtet. Dort war auch teils neuer Mutterboden fällig und frischer Rasen wurde eingesät. Auch an der neuen Rutschbahn fehlte Erde und das Gras war verschwunden. Demnächst grünt es auch hier wieder schön. Rund ums Dorfgemeinschaftshaus und an den ZuwegungenDer Burschenverein hatte sich unter anderem den Wegrändern angenommen gab es Spurrillen. Sie sind seit Samstag verschwunden. Die Baumscheiben an den Platanen wurden freigelegt und anschließend mit Rindenmulch abgedeckt. Ebenso wie die im Herbst gepflanzten elf Walnussbäume, erhielten alle Gehölze Pfähle und wurden sauber angebunden.
Trotz des richtig trüben Wetters und der leichten Feuchtigkeit war die Resonanz zum geplanten Arbeitseinsatz riesig. Ortsbürgermeister Achim Braasch spendete ein großes Lob an alle Helfer und dankte für den tollen Einsatz.
WT
Das Team, das für das Freischneiden verantwortlich war.
