326. Jahrsfelder Markt
Immer wieder ein Besuchermagnet
Straßenhaus. Er ist legendär und weit über die Grenzen von Straßenhaus hinaus bekannt, der Jahrsfelder Markt. In diesem Jahr in der 326. Auflage. Bereits morgens um 9 Uhr öffneten die Händler ihre Stände und die Marktgassen füllten sich schnell. Um 10 Uhr gab es im großen Festzelt die offizielle Eröffnung. Ortsbürgermeisterin Birgit Haas und Marktmeister Friedhelm Anhäuser konnten viele prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen. Es war auch in diesem Jahr wieder ein gesellschaftliches Ereignis und das Festzelt war voll.
Als besonderen Gast hatte Friedhelm Anhäuser in diesem Jahr den Trompeter, Sänger und Entertainer Bruce Kapusta eingeladen. Schon der erste Auftritt war ungewöhnlich. Seine Trompetenmusik erklang und vom Künstler war weit und breit nichts zu sehen. Erst nach einer Bandansage zog er von Haupteingang her in das Festzelt ein. Was dann folgte, hinterließ bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck. Im Nu ging das Publikum bei seiner Trompetenmusik und seinem Gesang mit. Nach den ersten Stücken, unter anderem „What a wonderful World“ von Louise Armstrong, wurde der Fassanstich vollzogen. In diesem Jahr wurde der Zapfhahn von weiblicher Hand eingeschlagen. Die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, die nach eigenem Bekunden erst zum vierten Mal den Jahrsfelder Markt besuchte, löste diese Aufgabe mit Bravour. Sie gestand, dass es ihr erster Fassanstich war. „Ein wenig aufgeregt bin ich“, meinte sie, bevor sie den Holzhammer in die Hand nahm.
Nachdem die Gäste durch die Kirmesjugend so langsam mit dem Bier versorgt wurden, legte Bruce Kapusta richtig los. Er mischte sich unter das Publikum, stieg auf die Bänke und animierte die Besucher zum Mitmachen. Die Stimmung im Festzelt stieg sprunghaft an, es wurde mitgesungen, geschunkelt und getanzt. Als Zugabe kündigte er sieben kölsche Lieder an. Danach durfte er immer noch nicht gehen und musste drei weitere Zugaben geben, ehe ihn das Publikum nur widerwillig ziehen ließ.
Draußen waren die 1.500 Meter langen Marktgassen mittlerweile richtig voll. Übe 200 Händler hatten ihre Stände aufgeschlagen. Vieles Bewährtes war wieder da, aber auch neue Stände, wie zum Beispiel Töpferwaren. Marktmeister Anhäuser hatte bewusst neue Marktbeschicker mit Kunsthandwerk eingeladen, denn er möchte den Markt in Reichtung „mehr Qualität“ verändern. Der Bauernmarkt war weiter ausgebaut worden. Hier gab es heimische Produkte, die alle vom Anbieter selbst hergestellt wurden. So mancher schleppte eine dicke Tasche vom Markt in Richtung Parkplatz. Ein besonderer Magnet, insbesondere für Kinder, war die Tierausstellung mit Schafen, Kaninchen, Alpakas, Hühnern, Puten und Enten. Das Größte war die Entenmutter mit ihren kleinen Küken. Einige Kinder durften mit Unterstützung des Besitzers die Küken streicheln. Da leuchteten die Augen der Kids.
Ab 20 Uhr startete das nächste Highlight: Party mit Friends. Sie touren seit 2007 quer durch die Republik und gehören seither zu den erfolgreichsten Cover- und Partybands in Süddeutschland: Friends Live. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es am Samstag, dem 6. September direkt weiter. Niemand Geringeres als DJ Markus aus dem Prisma in Dortmund legt zu „KULT meets Disco“ auf. Abgefeiert und getanzt wurde zu den besten Hits der 70er, 80er, 90er, sowie aktuellen Dance Hits. Doch damit nicht genug: Außerdem sorgten zwei Tänzerinnen mit einer atemberaubenden Gogo-Animation für einen Hauch Erotik im Festzelt.
Der Kirmessonntag begann mit einem Gottesdienst im Festzelt und ging in den Frühschoppen mit Musik über. Nachmittags sorgten die Ellinger Dorffrauen für eine reichliche Kuchenauswahl im Festzelt. DJ Lupo sorgte für gute Unterhaltung. Am Montag wurde die Bierzeitung verlesen und so mancher bekam wieder sein Fett ab. Freibier und der Auftritt der Alten Burschen sorgte für Kurzweil. DJ Micha ließ die Kirmes musikalisch ausklingen.
WT
Blumenzwiebel in riesiger Auswahl.
Der Jahrsfelder Markt bot eine bunte Mischung an Waren.
