Volkstrauertag Dierdorf
Kriegstoten und Opfern der beiden Weltkriege gedacht
Dierdorf. Zum diesjährigen Volkstrauertag gedachten in Dierdorf-Elgert der Stadtbürgermeister Thomas Vis, gemeinsam mit Manuel Seiler, Ortsvorsteher von Dierdorf-Elgert, sowie Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, der Kriegstoten und Opfern der beiden Weltkriege. Thomas Vis erinnerte in seiner Ansprache besonders an die Opfer der beiden Bombenangriffe auf Wienau (14. Dezember 1944) und Dierdorf (25. März 1945). Es war Palmsonntag, als die Stadt im Zuge der Schlacht um die Ludendorff-Brücke bei Remagen mit bombardiert und zur Hälfte zerstört wurde. Insgesamt 50 Häuser fielen den 450 Kilogramm-Bomben zum Opfer, viele weitere Häuser wurden mehr oder weniger stark beschädigt. Diesen Luftangriffen, die in acht Wellen erfolgten, fielen damals insgesamt 71 Menschen zum Opfer. „Friede und Freiheit sind die Grundlagen der menschlichen Existenz“, zitierte Vis frei nach Konrad Adenauer.
Auch der Pfarrer Wolfgang Eickhoff betonte die Notwendigkeit sich der Geschehnisse der Vergangenheit zu erinnern, um für die Zukunft zu lernen. „Ich bin Deutscher und kann mir bei der Erinnerung an die Vergangenheit nicht nur die schönen Dinge heraussuchen, sondern muss, wenn ich beispielsweise an Weimar und Goethe denke, auch das Konzentrationslager Buchenwald in meine Erinnerung mit einbeziehen“, erklärte Eickhoff in seiner Ansprache. Der Dierdorfer Posaunenchor gab der Gedenkstunde auf dem Friedhof in Elgert, in der auch der Opfer der heutigen Kriege gedacht wurde, einen festlichen Rahmen. Der Volkstrauertag gehört zu den stillen Feiertagen und wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen. WT
