Kreisverwaltung spendet Obstbäume an Waldorfschule
Leben und Lernen im Schulgarten
Kreis Neuwied. Die Waldorfschule Neuwied ist nun um eine Apfelbaumallee aus 15 Bäumen alter Sorten reicher. Kinder, Eltern und Lehrer pflanzten kürzlich die von der Kreisverwaltung Neuwied gespendeten Bäume unter dem Motto „Mit Kindern und für Kinder“ ein. Anlass war eine Initiative des Landkreises Neuwied, der eine Vielzahl von Aktionen zur Erhaltung der Streuobstwiesen als Kulturgut durchführt. Sorten wie Goldparmäne, Gravensteiner, Kaiser Wilhelm, Purpurrote Cousinot, Schöner von Wiltshire, Rote Sternrenette und viele mehr wachsen jetzt hinter der Schule und harmonieren gut mit dem naturnahen Gelände. „Das ist eine wunderbare Sache und auch eine schöne Fügung. In der Schulland-Initiative planen wir die Gestaltung des Grüngürtels und eine Apfelbaumallee stand schon immer ganz oben auf unserer Wunschliste“, freute sich Christa Zilligen-Geilen, Gartenbau-Lehrerin der Waldorfschule.
Durch die Natur zu mehr Verantwortungsbewusstsein
„Der Landkreis fördert nachhaltiges Lernen, indem wir schon in der Schule für das gesunde Lebensmittel Apfel werben. Durch Naturbeobachtungen erweitern Kinder ihre sinnlichen Erfahrungen, ihre Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit und sie gelangen durch Naturerlebnisse und den Umgang miteinander zu mehr sozialer Kompetenz. Naturerlebnisse und Naturerfahrungen leisten einen wesentlichen Betrag zu der Entwicklung zu einem reifen und verantwortungsbewussten Menschen“, sagt Ina Heidelbach, Umweltreferentin beim Landkreis Neuwied. Thomas Kurz, Naturpädagoge und Mitarbeiter in der Waldorf-Ganztagsschule, war Feuer und Flamme für die Idee und bereitete das Gelände auf die Pflanzaktion vor, hob mit seinem Bagger die Pflanzlöcher für die Bäume aus und half beim Einschlagen von Pfosten. An der Waldorfschule gibt es bereits einen Nutz- und Gemüsegarten. Ein Bauerngarten wird gerade angelegt, und die Bienenhaltung wird ausgebaut. Die Mittelstufe hat Gartenbauunterricht, sodass auch die nachhaltige Pflege der Bäume gewährleistet ist und die Kinder durch die Einbindung dieses Themas in den Schulalltag für Streuobst begeistert werden können.
Erhaltung der biologischen Vielfalt
„Die Waldorfschule Neuwied ist die erste Schule, die wir für unser Projekt ausgewählt haben. Wir sind sehr interessiert, noch weiteren Schulen dieses Umweltprojekt zu ermöglichen“, betont der 1. Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent des Kreises, Achim Hallerbach. Er zeigte sich begeistert über das Engagement der Gruppe aus Eltern, Lehrern und Schülern, die beim Pflanzen alle mit anfassten und betonte die Bedeutung der Aktion: „Die Förderung der Pflege und Neupflanzung von alten Streuobstsorten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in unserer Region ist ein Schwerpunktthema des Landkreises Neuwied.“ Auch die Stadt Neuwied hat die Anlage dieses Sortengartens unterstützt, indem sie der Waldorfschule das Grundstück hierfür zur Verfügung gestellt hat. Seitens des Kreises werden Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in Natur- und Landschaft koordiniert und zur Pflege der Streuobstbestände verwendet. So kommt es an anderer Stelle der Landschaft wieder zugute, wenn sie durch Eingriffe beeinträchtigt worden ist. Schulen, die ebenfalls an der Anlage eines solchen Sortengartens interessiert sind, können weitere Informationen bei der Kreisverwaltung Neuwied unter Tel. (0 26 31) 80 3- 44 7 oder der E-Mail: ina.heidelbach@kreis-neuwied.de anfordern. Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Neuwied
