Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Kleinmaischeid
Neues Fahrzeug feierlich eingesegnet
Mannschaftstransportfahrzeug kostete 36.950 Euro - Horst Rasbach: Land beteiligt sich mit Zuschuss
Kleinmaischeid. Die Feuerwehr Kleinmaischeid hat ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MFT), das schon einige Zeit im Einsatz ist. Am vergangenen Sonntag wurde es im Rahmen eines Gottesdienstes in dem Feuerwehrhaus Kleinmaischeid von Diakon Norbert Hendricks eingesegnet. Gleichzeitig hatte die Feuerwehr zum Tag der offenen Tür eingeladen. Eine Ersatzbeschaffung des MTF für Kleinmaischeid war unumgänglich geworden, ließ Verbandsbürgermeister Horst Rasbach bei der Einsegnung Revue passieren. Das alte Fahrzeug kam nicht mehr über den TÜV, und eine Instandsetzung war nicht mehr wirtschaftlich. Da die Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleistet war, musste ein neues Fahrzeug her. Kleinmaischeid hat 17 Einsatzkräfte, und das verbleibende Fahrzeug kann nur sechs Leute mitnehmen. Im Haushalt 2015 waren 40.000 Euro für die Ersatzbeschaffung vorgesehen. Ein Neufahrzeug wäre zu teuer gekommen, und so schauten sich die Kleinmaischeider Wehrleute auf dem Markt um. Sie wurden fündig, denn es ergab sich die Gelegenheit, ein MTF als Vorführfahrzeug, inklusive der feuerwehrtechnischen Ausbauten, zum Preis von 36.950 Euro zu erwerben. Das erworbene Fahrzeug ist Baujahr 2014, hat 125 PS und ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Es hört auf den Namen „Kleinmaischeid 19“. „Das Land wird sich noch an den Anschaffungskosten mit rund 10.000 Euro beteiligen“, kündigte Horst Rasbach an.
Die Erschaffung der Floriansjünger
Nach dem Gottesdienst im Feuerwehrhaus fand die Segnung und feierliche Übergabe statt. Im Gottesdienst erzählte Diakon Hendricks die Geschichte, wie Gott den Feuerwehrmann und die Feuerwehrfrau schuf. Hier eine Zusammenfassung: Gott hatte bereits am sechsten Schöpfungstag Überstunden geleistet, als ein Engel ihn aufforderte, Feierabend zu machen. Aber Gott wollte noch fertig werden und erklärte dem Engel, dass alle anderen Geschöpfe nicht beruhigt Sonntag feiern könnten, wenn die Feuerwehr nicht da sei. Für Gott war es gar nicht so leicht, denn die Anforderungen an die Feuerwehrgeschöpfe waren hoch: Sie sollen pflegeleicht sein und doch stabil. Sie sollen Nerven wie Drahtseile haben und nicht dünnhäutig sein. Sie sollen zupacken können und gleichzeitig sanft Kätzchen von Bäumen locken. Sie sollen sich gleichermaßen aufrecht im Anzug und gebückt im Einsatz halten können. Sie brauchen einen guten Geruchssinn, um Menschen im brennenden Haus zu finden. Sie müssen sofort auf Hochtouren funktionieren, wenn sie gerufen werden und noch so einiges mehr. Als der Engel sich das alles angehört hatte, meinte er: „Respekt. Dies wird dir viel Lob einfahren, Gott ‚Dir zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr!‘.“ Damit war auch der Slogan für die Feuerwehr gefunden. Im Rahmen der offenen Tür wurde die Fahrzeuge gezeigt und Fragen beantwortet. Die Jugendfeuerwehr war vor Ort und unterhielt den Nachwuchs mit Spielen, damit die Erwachsenen in Ruhe den kulinarischen Genüssen frönen konnten.
