Rückblick auf die SPD-Exkursion 2015 und Ausblick auf die Fahrt 2016
Reisefieber bei der SPD
Dierdorf. Die Teilnehmer der SPD-Exkursion trafen sich im Café Atrium des Seniorenzentrums Dierdorf, um Rückblick auf die Reise in die Fränkische Schweiz zu halten. Digital aufbereitete Fotoschauen von Raimund Adams, Ulli Christian und Horst Rasbach untermalten schon den ersten Halt im mittelalterlichen Miltenberg, das nicht zuletzt durch die kompetenten Erklärungen der drei GästeführerInnen beeindruckte. Nach Ankunft in Bamberg vermittelten ebenfalls drei ReiseführerInnen alles Wissenswerte über die wunderschöne Stadt, die schon 1993 für das gesamte Altstadtensemble den Titel Weltkulturerbe erhielt. Der freie Abend wurde für Erkundungen genutzt, wobei das pulsierende Leben in der Gastronomie und auf den Straßen beeindruckte, ebenso das kulturelle Angebot.
Dann war Bayreuth Reiseziel. Während Bamberg mit einer Fülle bedeutender Baudenkmäler aller Stilepochen aufwartete, zeichnete sich Bayreuth eher durch ein gegliedertes Stadtbild aus, wobei Schloss mit Park, Theater, Villa Wahnfried und das Festspielhaus „Auf dem grünen Hügel“ herausragende Akzente setzten. Am Nachmittag beeindruckte eine Führung durch das Festspielhaus durch die Dimensionen des Baues, die Größe und Technik der Bühne, die Akustik und die Tatsache, dass Richard Wagner selbst nahezu jedes Detail des Gebäudes konzipiert hatte.
Es fand aber auch der Antisemitismus und die enge Verbindung des Wagner-Clans zu Hitler und zum Nationalsozialismus Erwähnung. Nach zwei Tagen Kultur stand montags Natur auf dem Programm: eine Rundfahrt durch die Fränkische Schweiz, die wegen ihrer Naturschönheiten seit 200 Jahren Wanderer und Reisende anzieht. Beim ersten Halt in Tüchersfeld, dem wohl am meisten fotografierten Ort der Fränkischen Schweiz, fanden die steil aufragenden und das kleine Dorf dominierenden Felsentürme Bewunderung. Während der Großteil der Gruppe diese Kulisse bei einem Streifzug durch die Gassen auf sich wirken ließ, erkletterte ein kleiner Trupp das Felsmassiv, genoss den herrlichen Blick über die Dächer des Ortes und schoss die obligatorischen Fotos. Wenige Kilometer entfernt liegt das ebenfalls von Bergkuppen und Felspartien eingeschlossene Pottenstein, der mit 200.000 jährlichen Übernachtungen und 650.000 Tagesgästen beliebteste Ferienort der Region, wozu auch die nahe Teufelshölle beiträgt.
Bei einer Führung über 1,5 Kilometer Länge waren farblich illuminierte Tropfsteingebilde, enge Durchlässe wie große „Hallen“ und sogar das Skelett eines Höhlenbären zu bestaunen. Dieser zusätzlich eingeschobene Programmpunkt fand besondere Anerkennung. Nach der Rückkehr im Bamberg waren Stadtbummel sowie Shopping angesagt, und es fanden sich sogar größere Gruppen in den Gasthäusern, um sich an deftigen Speisen zu laben und die verschiedenen Biersorten in der Stadt mit der größten Brauereidichte Deutschlands zu testen.
Am vierten Tag war Abschied von einer liebenswürdigen Stadt angesagt. Nach zwei Stunden Fahrt wartete Wertheim, die Stadt an der Mündung von Tauber in den Main und überragt von einer der größten Burgruinen Deutschlands, auf die Besucher. Selbst bei diesigem Wetter gefiel das Ortsbild mit Stadtbefestigung, Fachwerkhäusern, Kirchen und Brunnen. Drei ausgebildete TouristikerInnen informierten über Stadtgeschichte und -struktur und den Tourismus (Wein und Tagesgäste durch die Flusskreuzfahrtschiffe).
Schöne Aussicht
Die Anerkennung für das Reiseprogramm war unter anderem an der fast vollzähligen Teilnahme der Gruppe am Nachtreffen sowie am Interesse für die nächste Fahrt ablesbar.
Als Ziel wurde per Handzeichen Hamburg bestimmt, das bei der vorjährigen Wahl nur knapp unterlegen war. Die Reise vom 8. bis 11. Oktober war schon an diesem Nachmittag ausgebucht, sodass danach eingegangene Anmeldungen nur auf einer „Nachrückerliste“ berücksichtigt werden konnten.
Pressemitteilung der
Verbandsgemeindeverwaltung Dierdorf
