Konstituierende Sitzung des Rengsdorfer Gemeinderats
Robenek als Bürgermeister vereidigt
Martin Klauck (CDU) und Marc Dillenberger (SPD) wurden mit großer Mehrheit zu Beigeordneten gewählt
Rengsdorf. Der neue Rengsdorfer Gemeinderat hat sich konstituiert. Viele Zuschauer waren anwesend und wollten sich persönlich ein Bild von der ersten Sitzung verschaffen. Der scheidende Bürgermeister Karlheinz Kleinmann eröffnete die Sitzung und verpflichtete die Ratsmitglieder. Seine letzte Amtshandlung war die Ernennung und Vereidigung des neuen Bürgermeisters Christian Robenek.
Verbandsbürgermeister Hans-Werner Breithausen dankte dem scheidenden Karlheinz Kleinmann für 15 Jahre als Bürgermeister, 25 Jahre im Verbandsgemeinderat und 45 Jahre aktive politische Tätigkeit in verschiedensten Funktionen. Kleinmann wurde bereits im Juni im feierlichen Rahmen offiziell verabschiedet.
Nach teils hitzigen und sehr kontroversen Debatten im Rat durfte man gespannt sein, wie das Verhältnis im neu gewählten Gemeinderat sein wird. Es gab in der Sitzung ganz deutliche Zeichen, dass es in den nächsten fünf Jahren besser laufen dürfte.
Als Erstes machte der Fraktionssprecher der CDU Thomas Schreck eine klare Ansage in Richtung FWG und auch an den neuen Bürgermeister. Es ging um den Inhalt der Bürgerinformation Nummer sieben der FWG, die vor der Stichwahl zum Rengsdorfer Ortsbürgermeister verteilt wurde. „Hier wurde eine Linie der Fairness deutlich überschritten. Der neue Bürgermeister wusste davon und hat aber keinen Deckel draufgemacht. Der Fall ist für uns erledigt, wir wollen einen Neuanfang“, sagte Schreck.
Dieses Statement hatte Robenek voll getroffen und ihn leicht aus dem Konzept gebracht: „Ich hätte mir gewünscht, dass diese Kritik nicht in der konstituierenden Sitzung angebracht wird, sondern an anderer Stelle. Mir fällt es schwer, normal fortzufahren.“ Von den anderen Fraktionssprechern, Rainer Dillenberger (SPD) und Arno Kuhlendahl (FWG), gab es dazu keinen Kommentar.
Einigkeit bei der Wahl der Beigeordneten
Bei der Wahl der beiden Beigeordneten herrschte im Rat jedenfalls große Einigkeit. Zum Ersten Beigeordneten wurde Martin Klauck (CDU) mit 17 Ja-Stimmen gewählt. Ein Ratsmitglied enthielt sich der Stimme. Als weiterer Beigeordneter wurde Marc Dillenberger (SPD) vorgeschlagen und mit dem gleichen Ergebnis ins Amt gewählt.
Die FWG möchte noch einen dritten Beigeordneten haben. Laut Ortssatzung ist dies möglich. Darüber soll dann in der nächsten Sitzung nach der Sommerpause entschieden werden. Über die Wahl der Ausschüsse hatten sich die Fraktionen und die beiden fraktionslosen Ingrid Runkel und Hans-Werner Sahm im Vorfeld verständigt. Hier wurden die ausgearbeiteten Vorschläge ohne Diskussion einstimmig akzeptiert.
Neuer Bürgermeister appelliert an die Parteien im Rat
Zum Ende der Sitzung appellierte der neue Ortschef Robenek an die Parteien und auch an die Rengsdorfer, die „gefühlten Gräben“ doch bitte wieder zu schließen.
„Es kann nicht sein, dass man sich gegenseitig ausgrenzt, nur weil es unterschiedliche Meinungen gibt. Es darf nicht sein, dass Nachbarn nicht mehr miteinander reden, Rengsdorfer andern Rengsdorfer den Handschlag verweigern oder in der Öffentlichkeit die Straßenseite wechseln. Ich appelliere an den Rat und die Bevölkerung, reden Sie wieder miteinander.
Meinungen sind doch dazu da, unterschiedlich zu sein. Dies ist der Grundpfeiler unserer Demokratie. Akzeptieren sie mehrheitliche Entscheidungen, und vermuten sie nicht eine Verschwörung dahinter“, so Christian Robenek in seiner Antrittsrede. Die Sprechstunden des neuen Bürgermeisters sind dienstags von 18 Uhr bis 20 Uhr und samstags von 11 Uhr bis 13 Uhr.
Die neue Führungsspitze der Ortsgemeinde Rengsdorf: Martin Klauck, Christian Robenek, Marc Dillenberger und Verbandsbürgermeister Hans-Werner Breithausen (v.l.).
