Allgemeine Berichte | 31.07.2017

Gemeinnütziger Verein präsentierte Musik von Songs aus den 70ern bis hin zu Heavy Metal

Rock im Wald begeisterte über 1000 Fans

Das zweitägige Rengsdorfer Festival war mit einigen hochkarätigen Bands besetzt

Die Stuttgarter Band „Heaven in Hell“ brachte den Rocksound der 80er auf die Bühne. Fotos: -HEP-

Rengsdorf . London, Berlin, Wien, Mailand, Warschau, München und Rengsdorf. Das sind nur einige der Tourorte der schwedischen Stoner-Doom-Band aus Stockholm „Grand Magus“. Dieses Schweden-Trio war der Top-Act beim Rengsdorfer Festival „Rock in the Forest“.

Die Texte von „Grand Magus“ thematisieren häufig Naturverbundenheit, Heidentum und Themen wie Stärke, Natur und Tod. Ferner wird auch die Geschichte Schwedens, vornehmlich zur Zeit der Inquisition, behandelt.

Diese schwedischen Riff-Götter waren stets dem Evolutionspfad gefolgt, ohne dabei ihre gesammelten Erfahrungen zurückzulassen. So haben sie den Groove ihrer Anfangstage nie abgelegt, ebenso wenig wie ihre Liebe zum epischen Doom oder zum Extremen.

Dies ließen sie auch auf dem Rengsdorfer Waldfestplatz am zweiten Tag die mehr als 500 Zuhörer spüren. Bei „Grand Magus“ röhrten die Gitarren, die Rhythmusmaschine des Drummers groovte und mit dem Gesang wurde so ein gewaltiges und beeindruckendes Heavy Metal-Event erschaffen.

Übrigens: „Grand Magus“ trat tags zuvor in Slowenien auf und ist am Freitag in Wacken.

Doch vor diesem grandiosen Finale hatten die Rockfreunde Rengsdorf noch einige bedeutende Bands verpflichtet, die insgesamt von mehr als tausend Fans gehört und gesehen wurden.

Seit 1981 organisiert der gemeinnützige Verein Rockfreunde Rengsdorf dieses mittlerweile weithin bekannte Rockfestival. „Wir haben 45 Mitglieder, aber hier noch zusätzlich 50 freiwillige Helfer, wozu auch Feuerwehr und DRK zählen“, erklärte Vorsitzender Christoph Krämer.

Der Verein organisiert aber auch den Maiausschank und im Herbst das Treffen der Traktorveteranen. „Das alles existiert nur, um das Rockfestival zu finanzieren“, erläutert Krämer. Und die Stände u.a. für Schmuck und Schallplatten gebe es auf dem Waldfestplatz um hier eine schöne Atmosphäre zu erzeugen.

Den Auftakt zum Fest machten „Die toten Ärzte“

In der trat dann zu Beginn von „Rock in the Forest“ die Hamburger Band „Die toten Ärzte“ auf. Dass diese Coverband den „Toten Hosen“ und den „Ärzten“ nahe ist besagt schon ihr Name. Sie boten neben der Musik eine Bühnenshow mit Pyrotechnik, Konfettiregen und holten passend zu einem Song sogar drei junge Damen aus dem Publikum auf die Bühne.

Die Stuttgarter Band „Heaven in Hell“ brachte den Rocksound der 80er auf die Bühne, begeisterte auch mit zahlreichen Rockklassikern. Hart und energiegeladen, sanft und groovig sowie wummernde Beats und filigrane Gitarrenattacken unterstrichen die Vielfältigkeit dieser Gruppe.

Neuwieder überzeugte mit seiner unverwechselbaren Stimme

Der zweite Rocktag startete mit Thilo Distelkamp und Band. Der Neuwieder hat einen markanten Gitarrensound und eine unverwechselbare Stimme. Thilo Distelkamp ist schon seit Jahren mit seiner charmanten, gefühlvollen und gleichzeitig humorvollen Liveshow unterwegs auf namenhaften Festivals oder auch in kleinen Kneipen und Pubs wo er die Nähe zum Publikum nutzt.

Thilo Distelkamp singt auch die Neuwieder Nationalhymne „Najwidder Schärjer“, die er vor wenigen Tagen auf Youtube gestellt hat.

Der Rock der Thüringer Gruppe „Motorowl“ zeichnet sich neben dem eleganten Changieren zwischen Doom-Wucht und eher bluesiger gar post-rockig-atmosphärischer Eindringlichkeit vor allem durch deren Eingängigkeit aus. Neben entsprechenden Refrains trug hierzu der partiell exzessive Hammond-Einsatz bei. Dieses Signature-Instrument der (guten) Siebziger veredelte auch in Rengsdorf die Musik der „Motoreulen“ recht flächendeckend mit geschmeidig lodernden Ohrwurm-Melodien.  

„Dead Lord“, die schwedische Classic-/Hard-Rock-Band aus Stockholm, präsentierte eine Mischung aus Classic Rock, Hard Rock und frühem Heavy Metal. In den Texten geht es u.a über Alltagserlebnisse aber auch über Politik, Religion und Rassismus.

Trotz des Bandnamens, der sich mit „toter Gott“ übersetzen lässt, hat die Band nichts mit Satanismus zu tun. Der Bandgründer wählte den Namen Dead Lord, weil er zum einen selbst Atheist ist und der Bandname einfach cool klinge.

Zu den Vertretern der sogenannten „Neuen Goldenen Generation“ der Rock-Musik zählt die Band „The Answer“, die Hard Rock mit Blueseinflüssen und schweren Riffs spielte. Diese britische Hard-Rock-Band aus Newcastle, County Down, Nordirland. „The Answer“ sprang 2007 kurzfristig für die inzwischen verstorbene Sängerin Amy Winehouse als Vorgruppe der Rolling Stones bei deren Deutschlandauftritt in Düsseldorf während der Bigger-Bang-Tour ein.

Jedenfalls waren nicht nur die Rockfreunde Rengsdorf, sondern auch die vielen oft von weither angereisten Fans mit „Rock in the Forest“ sehr zufrieden. Zum einen wegen der hochkarätigen Besetzung aber auch, weil das Wetter absolut „mitgespielt“ hatte. HEP

Bei den „Toten Ärzten“ wurde auch das Publikum mit einbezogen.

Bei den „Toten Ärzten“ wurde auch das Publikum mit einbezogen.

An zwei Tagen erlebten mehr als 1.000 Besucher ein grandioses Festival.

An zwei Tagen erlebten mehr als 1.000 Besucher ein grandioses Festival.

Die Stuttgarter Band „Heaven in Hell“ brachte den Rocksound der 80er auf die Bühne. Fotos: -HEP-

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