Lokalsport | 22.10.2013

Saison 2013/14 – 3. Rheinlandpokal-Runde

SG Ellingen schafft Sprung ins Achtelfinale

Kahler-Schützlinge siegen mit 5:4 im Elfmeterschießen - Ellingens Keeper Tobias Oost trifft und pariert

Hüllenberg. Die SG Ellingen bleibt weiterhin auf dem Höhenflug. Nicht nur in der Bezirksliga sorgt der Aufsteiger für Aufsehen, die Mannschaft schaffte jetzt auch im Rheinlandpokal den Sprung ins Achtelfinale. Beim alten A-Klassen-Rivalen siegte die Mannschaft von Thomas Kahler in einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie mit 5:4 nach Elfmeterschießen. „Ich kann nur stolz sein auf meine Mannschaft. Trotz zweifacher Unterzahl hat sie heute hier Paroli bieten können. Jetzt freuen wir uns auf das Achtelfinale, wo ja mit etwas Losglück einige interessante Gegner warten“, freute sich Thomas Kahler nach der Partie. Im Topf sind fast ausschließlich höherklassige Teams zu finden. Bei etwas Losglück, die nächste Runde wird in den kommenden 14 Tagen ausgelost, könnte sogar eine Partie gegen den Regionalligisten TuS Koblenz stattfinden.

Die Kicker aus dem Sportpark Hüllenberg, die in den Runden zuvor mit dem VfB Linz (2:1 n.V.) und der SG Hundsangen (3:1) bereits zwei Bezirksligisten ausgeschaltet hatten, wollten auch gegen den Favoriten aus Ellingen diese Serie fortsetzen. Und dies schien auch möglich, denn von Beginn an sahen die fast 250 Zuschauer eine packende Pokalpartie, in der die Hausherren zunächst die Akzente setzten. So war bereits der frühe Führungstreffer, Jonas Triesch traf nach einer knappen Viertelstunde, hochverdient. Feldkirchen hatte einfach die besseren Möglichkeiten und setzte auch nach dem Treffer das Tor der Kahler-Schützlinge unter Druck. Bis zur Pause hätte allein Alexander Weimann (38., 42.) das Ergebnis nach oben schrauben können. Die Gäste dagegen waren nur ein einziges Mal gefährlich, hatten allerdings beim Pfostentreffer von Florian Raasch (24.) Pech, dass ihnen der Ausgleich verwehrt geblieben war.

Ellingen verstärkte Angriffsbemühungen

Nach der Pause drehte sich die nun hektisch werdende Partie. Ellingen verstärkte seine Angriffsbemühungen, allerdings blieben die Schröder-Schützlinge mit ihren schnell vorgetragenen Kontern weiterhin gefährlich.  Weimann oder aber auch der eingewechselte Marvin Sasse hätten frühzeitig für eine Vorentscheidung sorgen können.

So aber kam der Gast dann in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich. Ellingens Keeper Tobias Oost war in der Schlussphase mit nach vorne gestürmt und beförderte den Ball in den gegnerischen Strafraum. Als dann Feldkirchens Abwehrspieler Florian Nußbaum das Spielgerät aus der Gefahrenzone köpfen wollte, unterlief ihm ein Eigentor und ermöglichte so dem Bezirksligisten doch noch eine Verlängerung. Diese überstanden die Ellinger, trotz zweifacher Unterzahl, ohne weiteren Gegentreffer. Nach der Ampelkarte von Labinot Prenku (81.) musste dessen Bruder Fatos wegen einer Verletzung passen. Da Ellingen aber zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt hatte, konnte Trainer Thomas Kahler keinen Ersatzmann mehr bringen.

Entscheidung im Elfmeterschießen

So musste dann das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Und hier setzte sich die Dramatik weiter fort. Nachdem die ersten beiden Elfmeter von beiden Keepern pariert wurden, traf zunächst der Ellinger Patrick Hümmerich zum 2:1. Feldkirchens Joachim Stollhof hingegen scheiterte zunächst an Oost, aber Schiedsrichter Robert Depken ließ den Elfer wiederholen. Nun verwandelte Stollhof sicher. Dieses Szenario setzte sich fort. Florian Raasch sorgte für das 2:1 der Gäste und die Hausherren trafen erneut erst im zweiten Anlauf, weil der erste Verwurf von Manuel Oster wohl erneut nicht regelgerecht ausgeführt wurde. Doch nicht nur Feldkirchen profitierte von der engen Regelauslegung, denn Ellingen konnte bei Schuss Nummer vier ebenfalls einen zweiten Versuch verzeichnen. Joscha Lindenau traf zur Führung, die wiederrum von Benedikt Schlupkothen ausgeglichen wurden. Bei den beiden letzten Duellen avancierte Oost sich zum Matchwinner. Zunächst verwandelte er den letzten Elfmeter für sein Team, um dann den Schuss von Michael Storm zu parieren und somit für ein Weiterkommen der Gäste zu sorgen. „Schade, dass es heute nicht gereicht hat“, war Feldkirchens Trainer Dirk Schröder vom Ergebnis enttäuscht“. „Ich kann aber meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, da sie sich gegen ein Top-Team aus der Bezirksliga hervorragend präsentiert hat und alles abgerufen hat“. SG Ellingen/Bonefeld/Wilroth: Oost, Honnef, Kleinmann, Leiendecker (44. Hümmerich), Henk, F. Prenku, Scjmitz (46. L. Prenku), Schmidt, Puderbach (62. Krautscheid), Lindenau, Raasch.

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