Heimat- und Verschönerungsverein Straßenhaus hatte eingeladen
Sommerliches Rockkonzert
Straßenhaus. Bereits seit 37 Jahren organisiert der Heimat- und Verschönerungsverein Straßenhaus in den Sommermonaten Konzerte im Musikpavillon. Als um 18 Uhr die neu gegründete Band „Goldfield“ aus Höhr-Grenzhausen mit ihren Heavy Metal Songs am vergangenen Samstag auf der Bühne startete, versetzte sie die Zuhörer in Verzückung. Die sechs Musiker, Adrian Grabbe, Benedikt Goebel, Marius Jung, Matthias Schmidt, Pascal Cizaire und Tim Woll spielten so klar und routiniert zusammen, dass niemand glauben wollte, dass dies der erste öffentliche „Goldfield“ -Auftritt war.
Der Neuentdeckung folgte mit „Kunstfehler“ künstlerisches Eigengewächs: Kevin Emmerichs und Matthias Schulz sind in Straßenhaus gebürtig. Seit zehn Jahren macht das Duo gemeinsam Musik mit Gitarre und Cajon und mit frischen und frechen Texten, konsequent selbstgeknüpft. Songs wie „Tequila Party“ und „Ich bin vergesslich“ tragen deutlich biographische Züge.
Auf dem besten Weg, Einheimische zu werden, sind die schwarz gewandeten Jungs der Punk Rock Band „Errol Flynn“. Zwar stammen die vier routinierten Musiker aus dem Saarland, aber Bassist Richard Hermann wohnt seit vier Jahren in Niederhonnefeld. Für seine Mitstreiter, die Gitarristen Jürgen Müller und Berti Kelter sowie den Schlagzeuger Stefan Klasen ist auch noch Platz in der Region. Zumal die Vier den Kurpavillon mit Punkrock, Rock’n Roll und Country Songs dröhnen ließen und dem Publikum eine mitreißende Bühnenshow boten.
„Errol Flynn“ - benannt nach dem berühmten Hollywood-Schaupspieler - beschreibt ihren Stil mit einer Mischung aus Punk und Rock´n Roll. Auch Country- oder Bluestöne schwingen mitunter in diesem Potpourri mit. In 19 Jahren Bandgeschichte haben Richie, Jürgen, Bertie und Stefan ihren eigenen Stil entwickelt, der, so Richie, „eben nach Errol Flynn klingt“.
„Unser Repertoire besteht zu fast einhundert Prozent aus eigenen Songs, den Rest decken Rock-Klassiker - unter anderem von den Stones - ab“, beschreibt Jürgen das Programm des Abends. Musik, das merkt man ihnen an, ist für die vier Musiker nicht nur Hobby, sondern Passion. Zwei Gitarren, Schlagzeug und Bass stellen das rock-typische Handwerkzeug von „Errol Flynn“ dar, ab und zu ergänzt von den Klängen einer Mandoline.
Kleine Auftritte mit viel Publikumsnähe, wie hier in Straßenhaus, werden mit viel Spaß und Engagement absolviert, denn „das gänzliche Fehlen jeglicher Anonymität ist auch für die Musiker toll“, so Bertie. Fast zwei Stunden rockten sie dann die Bühne des Pavillons und wurden vom Publikum dabei mit viel Motivation unterstützt.
Für alle Open-Air-Begeisterten bleibt zu hoffen, dass derartige Veranstaltungen auch im nächsten Jahr das Musikangebot des Heimat- und Verschönerungsvereins Straßenhaus ergänzen werden. Das Kurkonzert für Junge und Junggebliebene wurde bei freiem Eintritt generationenübergreifend angenommen, sogar einige Bewohner des benachbarten Seniorenheims rockten begeistert mit. Der Heimat- und Verschönerungsverein Straßenhaus e.V. hat mit der für ihn außergewöhnlichen Veranstaltung voll ins Schwarze getroffen.
Die Bürgermeisterin Birgit Haas war stolz darauf, dass das Rockkonzert komplett durch ortsansässige Mitbürger gemanagt wurde: Von der Plakatgestaltung über die Suche nach auftrittswilligen Künstlern bis zu den freundlichen Grillmeistern lag die Arbeit in Straßenhäuser Hand.
