Der Spielmannszug Großmaischeid feierte seinen 65. Geburtstag
Stimmung wie an der Copacabana
Großmaischeid. Die Bewohner und Vereine von Großmaischeid verstehen es, ihre Feste gebührend zu feiern. So war es auch beim 65. Geburtstag des Spielmannszuges von Großmaischeid. Die Feierlichkeiten dauerten drei Tage lang vom 3. bis 6. Juni.
Der erste Höhepunkt war am Mittwochabend die legendären „Rio-Grotten-Revival Party“ im Festzelt. Die ehemalige Kultdisco lebt in Großmaischeid noch immer fort. Dies bewiesen die rund 1.700 Besucher, die sich zu den besten Hits der 70er und 80er Jahre pudelwohl fühlten. Die Kultdisco Rio-Grotte schloss zwar bereits im Jahr 1989, sie lebt aber in den Köpfen unverändert fort. Nicht, dass im Festzelt nur die ältere Generation anzutreffen gewesen wäre - nein, auch die Jungen waren bei den Hits der Rio-Grotten-Zeit dabei.
Der Freitag stand dann mit einem Heimatabend ganz im Zeichen der Gemeinde. Es präsentierten sich die befreundeten Vereine aus der näheren Umgebung mit ihren unterschiedlichen Darbietungen auf der Bühne im Festzelt. Die Pflege der Vereinskultur liegt dem Spielmannszug ganz besonders am Herzen. So war dieser schöne Abend ein Muss. Es gab bei dem Fest auch eine Reihe von Ehrungen. Die silberne Vereinsnadel für 20-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten: Stefan Gilberg, Jens Hoffmann, Christoph Hohndorf, Christoph Klees und Eric Schaaf. Die „eiserne Mitgliedschaft“ erhielt Gründungsmitglied Karl-Heinz Werz.
Den brillanten Schlusspunkt der Geburtstagsfeier setzte der zweite „Mäschder Sommerkarneval“. Rund 70 kleine und große Gruppen mit 1.500 Teilnehmern zogen durch die Straßen von Großmaischeid. Den Weg säumten tausende Besucher und schnell kam eine Stimmung wie am Zuckerhut und an der Copacabana auf. Kein Wunder, denn die Sonne strahlte vom blauen Himmel und die Temperaturen waren auf T-Shirt-Niveau.
Der Zug wurde passend von den farbenprächtigen Tänzerinnen und Tänzern von Timbalando Brasil angeführt. Dahinter kamen kleine und große Gruppen, Karnevalsvereine, Musikgruppen, Vereine, Prinzen und vieles mehr. Im Zug waren etliche Prunkwagen zu finden. Wie beim „richtigen“ Karneval schallten die Helau-, Alaaf- oder eigene Rufe, wie von der Oberhonnefelder Gruppe „Weeste näh“, durch die Straßen. Dem Einfallsreichtum der Gruppen waren keine Grenzen gesetzt. So bestand eine Gruppe nur aus dem Schilderträger. Darauf war zu lesen: „Die Unsichtbaren“. Es folgte ein leerer Zwischenraum zur nächsten Gruppe, so jedenfalls sahen es die Zuschauer. Nach dem Zug ging es ins Festzelt. Dort war bereits Deutschlands Party-Band Nummer eins, die „Lollies“, eingezogen. Gemeinsam mit Marry, der Powerfrau des deutschen Popschlagers, sorgten sie für eine hervorragende Stimmung bis weit in die Nacht.Der Vorsitzende des Spielmannszuges, Johannes Hörter, zog ein sehr positives Resümee nach den Feierlichkeiten. Der engagierte Sicherheitsdienst hatte nichts zu tun. „Alle feierten friedlich miteinander, es war ein ganz besonderes Fest mit einer tollen Stimmung an allen Tagen“, erklärte der Vorsitzende Hörter. Man darf gespannt sein, was der Spielmannszug zu seinem nächsten runden Geburtstag auf die Beine stellen wird.
