Freizeitkünstler stellten Bilder und Skulpturen in der alten Schulturnhalle in Straßenhaus aus
„Straßenhaus ist bunt“
Straßenhaus. Insgesamt elf Freizeitkünstler zeigten in der alten Schulturnhalle in Straßenhaus ihre Werke. Ortsbürgermeisterin Birgit Haas äußerte sich sehr erfreut, so viele gute Künstler im Ort zu haben. Inzwischen bilden die Kreativen bereits einen großen Kreis, der sich gegenseitig hilft und beim Aufbau der Ausstellung herzhaft anpackt, auch diejenigen, die gerade nicht ausstellen. „Das macht wirklich Spaß und bringt eine angenehme Abwechslung von der üblichen Verwaltungsarbeit“, freute sich die Orts-Chefin bei der Eröffnung.
Gleich vorn in der Halle wird der Besucher vom „Griechen“ begrüßt, einer plastischen Figur aus Holz und Alabaster von Brigitte Riebold. Auf der Bühne stehen zwei weitere sehr eindrucksvolle Plastiken der Künstlerin: „Wave“ aus Lahnmarmor und „Torso dunkel“ aus Speckstein. Über der Bühne leuchten Karl-Heinz Veltens großformatige Acrylbilder. In dem wie ein orientalischer Teppich anmutenden Gemälde „Heimat“ hat der Maler tatsächlich alle typischen Elemente seiner Heimat akribisch festgehalten.
Einmalige Kunstwerke der elf Künstler
Velten lässt sich von der Umwelt inspirieren und arbeitet mit verschiedenen Stilmitteln und Techniken, mal mit Spachtel, mal mit Spritz-Drucktechnik und eben auch mit feinem Pinsel. Neugierige Schafe betrachten belustigt den Betrachter. Die Tiere wurden von Monika Koch in Acrylfarben festgehalten. Sehr arbeitsintensiv und dekorativ wirken Joachim Koschays Materialcollagen aus Acryl, Öl, Schlagmetall und Glas mit Titeln wie „Small Spark“, „Medium Spark“, A-Morph“ und „B-Morph“. Kontrastierend dazu wirken die verschiedenen Darstellungen der „Natur“ von Rosi Philipsenburg. Viel malerische Kompetenz beweisen Gustel Vollmar, der „Zellen“ in Acryl und „Beeren“ in Pastellkreide gestaltet und Irmgard Schmidtke, deren halbe Tier-Portraits und ein in Teilen montiertes Gesicht auffallen. Vielfalt kennzeichnet Renate Borns Arbeiten: „Bewegung“, abstrahiertes Acrylgemälde auf Leinwand, „Drei goldene Kugeln“ und „Träume“ sind drei ihrer Titel. Sehr produktiv gestaltet Rolf Emmerichs mit Acryl und Spachteltechnik auf Leinwand. Seine Werke tragen Titel wie „Chaos“, „Nine Eleven“, „Faces“, aber auch „Felder“. Ein eher ungewöhnliches Genre bearbeitet Bernd Puderbach: Sein Herz schlägt offensichtlich für Western-Szenen, die er in Tuschezeichnungen und Buntstiftgemälden darstellt. Andrea Remy arbeitet dagegen mit Acryl auf Keilrahmen und Glitter. So entstehen dekorative Bilder mit Titeln wie „Orange“ und „Darkness“.
Passend zu der vielseitig bunten Ausstellung sang die Chorgemeinschaft Straßenhaus bei der Eröffnung unter anderem „Die kleinen Wunder dieser schönen Welt“. Die kleinen Wunder der Freizeitmaler können noch am Wochenende besichtigt werden. Dann erwartet die Besucher wie immer Kaffee und Kuchen und am Sonntag außerdem eine musikalische Überraschung.
Die Chorgemeinschaft Straßenhaus gestaltete den musikalischen Rahmen.
