Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger trotzten dem schlechten Wetter
Themenwanderung im Stadtwald Dierdorf
Dierdorf. Westerwälder sind wetterfest, deshalb ging eine 30-köpfige Gruppe unter Führung von Förster Bernd Frorath trotz des Regens am vergangenen Samstagnachmittag auf Wanderung in den Stadtwald. Bürgermeister Thomas Vis freute sich, dass für so viele Dierdorfer das Interesse an der diesjährigen Waldwanderung groß genug war, dem Wetter zu trotzen. Es ging um das Thema „Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft“, das Frorath unterwegs immer wieder ansprach.
Der Förster erläuterte, dass der Dierdorfer Stadtwald aus mehreren kleinen Parzellen bestehe. Ein größeres zusammenhängendes Waldstück fehle, was die Bearbeitung aufwendiger mache. Trotzdem achte man immer auf nachhaltiges Wirtschaften, damit der Stadtwald auch kommenden Generationen nutzbringend zur Verfügung stehe. Den Argumenten der Forstverwaltung sei der Stadtrat bisher stets gefolgt.
Zunächst ging es in das wegen seiner Nähe zu Kindergarten, Schulen und Stadt von der Bevölkerung viel genutzte „Arme Heckelchen“. Gleich links am Trimmpfad stehen etwa 120-jährige Eichen, wahrscheinlich Traubeneichen. Stieleichen und Traubeneichen seien nur schwer zu unterscheiden, stellte Frorath fest. Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014. Vor 50 bis 60 Jahren wurden Buchen unter die Eichen gepflanzt, die in die Eichenkrone wachsen, denn die Buche kommt mit viel Schatten und Dunkelheit klar. Förster Frorath erklärte, dass künstliche Eingriffe nötig seien, um die Eichen als Baumart zu halten gegen die wüchsigeren Buchen und somit Monokulturen zu vermeiden.
Auf der Hohen Heide zeigte der Förster, wie nach einem Windbruch, der den Fichtenbestand umgestürzt hatte, in die Naturverjüngung der Nadelbäume Laubbäume gepflanzt wurden, weil Mischwälder resistenter sind gegen Schädlinge und Windangriff. Die schnellwüchsigen Nadelbäume, die in früherer Zeit bevorzugt angepflanzt wurden, oft mit einigen Ahornbäumen am Rand, sind anfällig für Borkenkäfer und mit ihren Flachwurzeln nicht sehr standfest.
An der Grenze zum Fürstlich-Wiedschen Wald wies Frorath auf einen kleinen Eichenbestand hin, der sich auf einer aufgelassenen feuchten Wiese angesiedelt hatte. Der vor etlichen Jahren aufwendig renaturierte Holzbach ist von dichtem Strauch- und Baumbestand gesäumt, weil die Weidezäune etwa einen Meter vom Bach entfernt stehen und keine Rinder den Uferbereich mehr betreten. Das bringt allerdings auch den Wuchs von Neophyten - Indisches Springkraut und Herkulesstaude - mit sich, die während der Renaturierungsarbeit auf den vielen rohen Uferflächen Platz zum Wurzeln fanden. Auch die Bahnlinie mit ihrem Randbereich bietet zahlreichen Pflanzen Lebensraum. Jede Wegeführung mit Abstandflächen zur landwirtschaftlich genutzten Gemarkung biete vielfältigen Pflanzen Wachstumschancen, erläuterte Frorath. Da sich die Regenwolken sehr hartnäckig über den Samstagswanderern entluden, wurde der Rundgang etwas verkürzt. Zur Entschädigung standen für die begossenen Wanderer im Brückrachdorfer Schützenhaus heißer Kaffee und von Andrea Frorath und Sylvia Milad gebackener leckerer Kuchen bereit.
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