Seniorengemeinschaft der Ortsgemeinde Thalhausen
Treffen der Seniorengemeinschaft
Thalhausen. Zum letzten diesjährigen Treffen der Seniorengemeinschaft bot die Adventszeit geeignete Rahmenbedingungen. So prägten Erinnerungen und Schilderungen, mal besinnlich, mal lustig, den Ablauf. Um 15 Uhr, des 4. Dezember konnten Armin Neuß und Jürgen Heinze wieder über 50 Gäste im DGH begrüßen. Ganz besonders und herzlich wurde Pfarrer Graeber willkommen geheißen, dessen Mitwirken schon im letzten Jahr begeisterte. Ebenso herzlich wurden drei ehemalige - später „auswärtige“ - Thalhausener Ausnahme-Fußballer begrüßt: Fritz Henn, Kurt Krämer und Wilfried Hoffmann. Inzwischen hatten die fleißigen Helferinnen, ohne die solche Veranstaltungen nicht denkbar sind, um die 80 Waffeln gebacken. Sahne und Kirschen versüßten den Genuss. Gedankt wurde der Kirmesgesellschaft für die Kaffee- und Milchspende (der SV hatte im letzten Treffen die Getränke gespendet). Die FFw stellte kostenlos ihre große Kaffeemaschine zur Verfügung. Der Ortsgemeinde galt der Dank für die bisher kostenlose Bereitstellung der Veranstaltungsräume. Dank großzügiger Spenden konnte den Gästen Schnitzel mit Gratin gereicht werden. Im spontanen Programm (alle Vorträge waren Überraschungen) erheiterte zunächst Pfarrer Graeber die Zuhörer, als er einen 1983 im Heimat-Kurier veröffentlichten Bericht „ Die Adventszeit in der Gemeinde Meinborn“ in Dialekt vorlas.
„Weihnachten vor 70 Jahren“
Die geschilderten Gegebenheiten waren auf alle Kirchspielsgemeinden gleichermaßen übertragbar. Das war den Reaktionen der Zuhörer anzumerken. So auch beim Bericht einer älteren Bürgerin, Luise Bleidt aus Meinborn, vorgetragen von Susanne Heinze: „Weihnachten vor 70 Jahren“. Diesen Denkanstoß nahm Fritz Henn freudig auf und schilderte, wie er und Freund Heinz Troß, noch jung an Jahren, die Wirkung von Schnaps ausprobierten. „Merkste watt?“ fragten sich beide mehrmals. „Nee, du?“
Bis einer abrupt nicht mehr antworten wollte. Christel Leyendecker gab Einblick in Theaterauftritte, einstudiert von Lehrer Bott. Claus Gottschalk schilderte, wie einst Backbleche zum Bäcker gebracht wurden und irgendwie Streusel abhandenkamen. Annemie Langhardt erheiterte mit ihrem Vortrag, was ein Opa auf dem Weihnachtsmarkt so alles erleben kann.
Zum Einstimmen auf den Nikolausbesuch wurde ein Liedblatt verteilt. Gemeinsam wurde gesungen: „Macht hoch die Tür“, auf der Trompete begleitet von Sabrina Jungmann. Dann kam die nächste Überraschung... Drauß‘ vom Walde kam der Nikolaus mit Pfarrer Graebers Stimme.
"Der doppelte Nikolaus"
Er las die Geschichte vom doppelten Nikolaus - Vater und Onkel - so wie es sich aus dem Mund eines gutgläubigen Kindes angehört haben muss. Die einfühlsame Schilderung wurde mit viel Beifall bedacht. Nach Ausklang des geselligen Teils wurde Pfarrer Graeber mit herzlichen Dankesworte verabschiedet, in der Hoffnung auf einen weiteren Besuch. Die Feier soll auch ein Dank an die Generation sein, deren entbehrungsreiche Zeit aus heutiger Sicht kaum vorstellbar ist.
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