Allgemeine Berichte | 25.05.2014

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

„Wenn das Dach für Sie arbeiten soll“

Solar und Photovoltaikanlagen frühzeitig integrieren

Kreis NR. Zu dem Traum der eigenen vier Wände gesellt sich auch immer mehr der Traum von der Unabhängigkeit von Öl und Gas. Eine thermische Solaranlage kann dazu beitragen, indem sie die Energie der Sonne zur Warmwasserbereitung nutzt und die Heizung unterstützt. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz schreibt für neu zu errichtende Gebäude eine anteilige Deckung des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien vor.

Die Solarthermie ist dabei eine von mehreren Möglichkeiten. Je frühzeitiger die Planung erfolgt, umso besser können die Komponenten, wie Solaranlage und Heizung oder auch Photovoltaikanlage und Wärmepumpe, aufeinander abgestimmt werden. Solarthermie- wie auch Photovoltaikanlagen sollten am besten nach Süden ausgerichtet sein und nach Möglichkeit ganzjährig nicht durch Bauten oder Bäume verschattet werden. Abweichende Ausrichtungen nach Südost und Südwest sind auch noch gut.

In Deutschland kann eine Solaranlage etwa 50 Prozent der jährlichen Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushaltes abdecken. In diesem Fall muss man zwischen 0,8 und 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person auf dem Dach einplanen - je nach Kollektorbauart und Dachausrichtung. In einem gut gedämmten Neubau kann eine heizungsunterstützende Anlage zudem bis zu 40 Prozent der Heizwärme bereitstellen, wenn man eine Kollektorfläche von 0,5 bis 1,1 Quadratmeter Kollektorfläche pro 10 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche installiert.

Sowohl Solar- als auch Photovoltaikanlagen sind auch als Indachanlagen möglich, dann spart man Dacheindeckungsmaterial, denn die Kollektoren werden direkt auf die Dachlattung bzw. -schalung montiert. Fragen zur Neubauplanung sowie zu allen anderen Bereichen des Energiesparens im Alt- und Neubau beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung. Im Landkreis Neuwied finden die nächsten Sprechstunden wie folgt statt: In Asbach am 4. Juni von 13 bis 16.45 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung. In Bad Hönningen am 4. Juni von 8.15 bis 12 Uhr im Rathaus. In Dierdorf am 26. Juni von 15 bis 18 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung. In Neuwied am 11. Juni von 14 bis 17.45 Uhr in der Kreisverwaltung. In Puderbach am 12. Juni von 15 bis 18 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung. In Rengsdorf am 17. Juli von 15 bis 18 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung. Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin: Energietelefon Rheinland-Pfalz: (08 00) 6 07 56 00 (kostenlos). Montags von 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr, dienstags von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

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