Bitburger Fußball-Rheinlandpokal
1018 Zuschauer sahen starke Vorstellung
SG Vordereifel - TuS Koblenz 1:3 (0:2) - Geisen-Elf verabschiedet sich ehrenvoll
Laubach. In der zweiten Runde des Bitburger-Rheinlandpokals erlitt die SG Vordereifel gegen den Oberligisten TuS Koblenz eine knappe 1:3-Niederlage und schied aus dem laufenden Wettbewerb nach einer starken Vorstellung ehrenvoll aus.
Die 1018 zahlenden Zuschauer sahen wie erwartet eine spielerisch und läuferisch hoch überlegene Gästemannschaft, die sich allerdings einer mutigen und kampfstarken Heimmannschaft erwehren musste.
„Wir haben das Ziel, nicht abgeschossen zu werden, erreicht. Das war in der noch jungen Saison quer durch die Mannschaft unser bisher bestes Spiel.
Ich bin über diese Leistung, die wir hoffentlich in die Meisterschaft mitnehmen, hocherfreut“, stellte SG-Trainer Peter Geisen fest, der in der 13. Minute die erste Torchance seiner Mannschaft registrieren durfte, als Kapitän Patrick Stein frei vor TuS-Keeper Sebastian Patzler auftauchte.
Schade, dass er das Leder nicht einnetzte, sondern dem Koblenzer Schlussmann in dessen Arme schoss.
Der Jubel unter den einheimischen Fans hätte wohl keine Grenzen gekannt. So durfte der Koblenzer Anhang kurze Zeit später jubeln, als TuS-Angreifer Luca Wolf nach einer Ecke frei stehend das 0:1 gelang, wobei der Ball von Tobias Hartmann noch unglücklich und für Torwart Daniel Wilhelmy unhaltbar abgefälscht wurde.
In der 21. Minute praktisch schon die Vorentscheidung: Nach Vorarbeit von Giorgi Piranashvili erhöhte Angelo Hauk für den Favoriten auf 2:0. Vordereifels Übungsleiter Peter Geisen wusste auch weshalb: „Ich will nicht sagen, dass wir schlotternde Knie hatten, aber eine gewisse Anspannung war schon zu spüren.“ Der Ex-Regionalligist dominierte weiterhin das Geschehen. Die Platzherren legten mit zunehmender Spieldauer den Respekt ab und überstanden brenzlige Situationen schadlos. So klärte der stark spielende Abwehrspieler Algin Williams routiniert gegen Giorgi Piranashvili (38.) und wenig später setzte der Koblenzer Fatjon Celani (40.) einen Kopfball knapp über den Kasten.
Einwechslungen bringen frischen Wind
Nach Wiederanpfiff stand SG-Keeper Daniel Wilhelmy zunächst vermehrt im Mittelpunkt, als er unter anderem bei Versuchen von Lutz Radojewski (46.) und Daniel von Brake (56.) glänzend reagierte. Chancenlos war er beim 0:3 durch den TuS-Akteur Marcus Fritsch (60.), dessen verunglückte Flanke als Bogenlampe im Netz landete. Mit der Einwechslung von Alexander Stripling und Julian Hammes kam noch einmal Leben in das Spiel der Gastgeber. Die Geisen-Schützlinge ergriffen die Initiative und spielten mutig nach vorne.
So wurde ein Schuss von Algin Williams (78.) vom Koblenzer Robert Stark noch im letzten Moment abgeblockt. Und wäre Patrick Stein bei einem Pass in die Spitze von Matthias Tutas der Ball nicht in die Hacke gesprungen, er hätte frei Bahn gehabt.
In der letzten Minute wurde Vordereifels starke Vorstellung noch belohnt. Alexander Stripling erkämpfte sich den Ball und bediente Trainersohn Max Geisen, der abgeklärt zum 1:3-Endstand einlochte.
„Wenn Patrick Stein in der ersten Halbzeit der Führungstreffer gelingt, hätten wir womöglich dumm ausgesehen. Es ist gegen jede Mannschaft schwer, einen Rückstand aufzuholen, im Pokal erst recht.
Gut, dass unsere Gastgeber ihr Erfolgserlebnis erst am Schluss hatten, ist ja noch mal gut gegangen“, kommentierte André Marx, seines Zeichens Koblenzer Spielführer und Abwehrchef, der durch seinen Fehler Patrick Stein in der 13. Minute die Großchance bescherte. „Wir haben unsere Pflicht erfüllt, hier ging es einzig und alleine ums Weiterkommen“, betonte TuS-Trainer Petrik Sander nach dem Abpfiff kurz und bündig. In der dritten Runde des Rheinlandpokals trifft die Sander-Elf auf einen „Klassenkameraden“ der SG Vordereifel, ist der Oberligist doch am Mittwoch, 16. September um 19.30 Uhr beim TuS Kirchberg zu Gast.
SG Vordereifel: Wilhelmy, Schenk, Röhrig, Bender, Williams, T. Hartmann (80. Hoffmann), Stein, J. Hartmann (62. Hammes), Tutas, Diensberg (62. Stripling), Geisen.
