Politik | 21.08.2014

Allgemeine Sorge über anrollende LKW-Armada am Kaiser-Wilhelm-Tunnel

Außergewöhnliche Belastung für Anrainer und Touristen befürchtet

Die neue Lkw-Auffahrt von der Cochemer Endertstraße zum Bahngelände. Über diese wird der Abraum entsorgt und der Frischbeton geliefert.

Cochem/Ediger-Eller. Mit dem Abtransport des anfallenden Abraums durch Lkw aus der alten Röhre des derzeit in der Sanierung befindlichen Kaiser-Wilhelm-Tunnels hat sich die Deutsche Bahn wohl die einfachste Variante ausgesucht. Dabei hat man vonseiten der Offiziellen wohl kaum an den massiven Eingriff in den Straßenverkehr sowie die damit einhergehende Belastung für die Bevölkerung und den Tourismus gedacht. Demnach soll nach dem Willen der Bahn von September 2014 bis April 2015 eine wahre Armada von Lastkraftwagen im Großbereich Cochem und Ediger-Eller (B 49) hin und herpendeln um zunächst einmal entferntes altes Mauerwerk in einer Größenordnung von ca. 45.000 Kubikmetern abzutransportieren und im zweiten Schritt Frischbeton für die Instandsetzung der Röhre anzuliefern. Offensichtlich haben sich die Verantwortlichen schon im Vorfeld für oben genannte einfache Transportvariante entschieden, denn mit dem Abbau eines Nebengleises in Ediger-Eller für eine Lkw-Rampe, kann der anfallende Abraum jetzt auch nicht mehr über jenes Gleis entsorgt werden. Dies war beim Bau der neuen Röhre noch auf diese Weise erfolgt und hatte somit, zumindest in Sachen Abtransport von rund 390.000 Kubikmetern Schutt, kaum eine verkehrstechnische Belastung für die Region bedeutet. Mit der neuen Variante, die rund 2 Millionen Euro verschlingen soll, sieht das jetzt aber ganz anders aus. Laut den Vorstellungen der Bahn sollen im September zunächst stundenweise bis zu 13 Lkw-Fahrten pro Stunde im Bereich Ediger-Eller durchgeführt und ab Oktober auf bis zu 20 aufgestockt werden. Parallel dazu sollen es in Cochem über die errichtete Rampe in der Endertstraße anfangs nur vier sein, zum Jahresbeginn aber auf acht Fahrten aufgestockt werden. So befürchtet nicht nur Cochems Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz eine erhebliche Beeinträchtigung des öffentlichen Lebens in der Region. Neben den Anrainern wird vor allem auch die Tourismusbranche unter der geplanten Maßnahme zu leiden haben. Während einer Informationsveranstaltung der Bahn im Beisein von Feuerwehr, Kommunal- und Landespolitikern, gab die Bahn kürzlich ihre Absichten dahingehend bekannt, was unisono für Aufregung und massiven Protest sorgte. Damit konfrontiert wollen die Bahn-Offiziellen die Angelegenheit hinsichtlich alternativer Varianten noch einmal überdenken. Im Hinterkopf beschäftigt man sich da beispielsweise mit dem Gedanken, den Tunnelabraum eventuell während der Nacht über das Normalgleis zu entsorgen. TE

Die neue Lkw-Auffahrt von der Cochemer Endertstraße zum Bahngelände. Über diese wird der Abraum entsorgt und der Frischbeton geliefert.
In der alten Tunnelröhre schreiten die Renovierungsarbeiten mit schwerem Arbeitsgerät gezielt voran.

In der alten Tunnelröhre schreiten die Renovierungsarbeiten mit schwerem Arbeitsgerät gezielt voran.

Die Tunnelausfahrt in Ediger-Eller. Über diese soll ein Großteil des Schutts mit zunächst 13 Lkw-Ladungen pro Stunde abgefahren werden.

Die Tunnelausfahrt in Ediger-Eller. Über diese soll ein Großteil des Schutts mit zunächst 13 Lkw-Ladungen pro Stunde abgefahren werden.

Die alte Röhre wird derzeit von Grund auf instand gesetzt. Dabei fällt im Tunnel allerhand Abraum an, der zeitnah entsorgt werden muss.

Die alte Röhre wird derzeit von Grund auf instand gesetzt. Dabei fällt im Tunnel allerhand Abraum an, der zeitnah entsorgt werden muss.

Die neue Lkw-Auffahrt von der Cochemer Endertstraße zum Bahngelände. Über diese wird der Abraum entsorgt und der Frischbeton geliefert.

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