Freibad Ellenz-Poltersdorf
Bürgerinitiative kämpft um den Erhalt des Freibades
5500 Stimmen wurden gesammelt und die Petition an den Bürgermeister übergeben
Ellenz-Poltersdorf. Rund 5500 Bürgerstimmen für den Erhalt des Ellenzer Freibades sprechen wohl eine eindeutige Sprache. Eine solch eindeutige Unterstützung hatten die Offiziellen der Bürgerinitiative „Unser Freibad muss bleiben“ sich nicht nur gewünscht, sondern bei ihrer Unterschriftenaktion in den vergangenen vier Wochen auch insgeheim erwartet. 5409 plus 99 Unterstützer waren bei der Zählung am Ende zusammengekommen, die voll hinter der Bürgerinitiative und deren Ansinnen standen. Im Rahmen eines öffentlichen Pressetermins wurden diese nun als beigefügter Inhalt einer Petitionsschrift an Verbandsbürgermeister Helmut Probst, im Beisein der Beigeordneten und der Fraktionsvorsitzenden übergeben. Zahlreiche Bürger, Gastronomen, Touristen und viele Kinder waren erschienen und formulierten ebenso auf Plakaten und Bannern ihren Wunsch für den Erhalt des Bades. Inhaltlich ihrer Petition fordert die Bürgerinitiative (BI) den zeitnahen Ersatz der derzeitigen Wärmepumpe, um einen Badebetrieb auch im Jahr 2015 und darüber hinaus sicherzustellen. Ab Januar 2015 darf das Kältemittel, mit dem derzeit noch die alte Wärmepumpe des Bades betrieben wird, nicht mehr verwendet werden, da es FCKW enthält. BI-Sprecher Gerhard Fuhrmann hieß alle Anwesenden willkommen und zeigte in seinen Ausführungen auf, welche Motivation zur Gründung der BI führte. „Das Freibad war in den vergangenen 40 Jahren immer ein willkommener Werbeträger für die Region und viele Gäste haben diese Attraktion immer gerne angenommen. Das Bad ist ein fester Bestandteil des Ferienlandes Cochem“, so Fuhrmann. „Unser Bad muss bleiben; dieser festen Überzeugung sind nicht nur wir, die Mitglieder unserer Bürgerinitiative, sondern auch viele Tausend Bürgerinnen und Bürger aus der Region nebst Touristen, die dieses traumhaft gelegene Freibad zu schätzen wissen. Wir möchten keines der drei Bäder in unserer Verbandsgemeinde in Frage stellen, sondern diese vielmehr als eine Art Bäder-Gemeinschaft sehen“, betonte er weiter. Mit einem deutlichen Appell an die Entscheidungsträger übergaben Bernd Cornely und Gerhard Fuhrmann abschließend den prall gefüllten Petitions-Ordner an den VG-Chef mit der Bitte, als gewählte Amtsträger das Begehren der Bürger zu hören und damit ein positives Handeln für das Freibad herbeizuführen. Probst nahm die Stimmen entgegen und betonte: „Ich war immer für den Erhalt dieses Bades hier in Ellenz-Poltersdorf, aber nicht nur dafür, sondern auch für den Erhalt der beiden anderen Bäder in Treis-Karden und Cochem. Wir werden im Rat entscheiden müssen, ob wir in der Lage sein werden auf Dauer drei Freibäder zu unterhalten.“ Die Bitte von BI-Sprecher Bernd Cornely, ein Gespräch im engeren Kreise zur Erörterung der Gesamtsituation und zur Darstellung transparenter Zahlen, griff der Helmut Probst zustimmend auf. Weitere Informationen zur Bürgerinitiative „Unser Freibad muss bleiben!“ gibt es unter: www.ellenz-poltersdorf.de .
BI-Sprecher Bernd Cornely übergibt Bürgermeister Helmut Probst den Petitions-Ordner mit den gesammelten Unterschriften.
Soll dieser Spaß für Einheimische wie Touristen bald ein Ende haben? Auf keinen Fall sagen Einheimische und treue Moselgäste.
