Rotary-Club, Lions-Club, Rotaract-Club und Soroptimisten helfen
Cochemer Tafel erhält Buchspenden für Bedürftige
Cochem. Bereits im vierten Jahr sammeln die vier Cochemer Service-Clubs (Rotary, Lions, Rotaract und Soroptimisten) gut erhaltene oder neu gekaufte Kinder- und Jugendbücher von Privatspendern, die diese in der Vergangenheit in beteiligten Buchhandlungen innerhalb des Landkreises abgeben konnten und auch in Zukunft abgeben können. Diese werden dann als Geschenk verpackt, mit Altersangaben versehen und innerhalb von drei Ausgabetagen über die Tafel an Familien mit Kindern verschenkt. Die Anzahl und die Altersangaben für die benötigten Bücher melden die Mitarbeiter der Tafel den beteiligten Service-Clubs im Vorfeld. Kürzlich trafen sich mit Lisa Saffenreuther, Petra Lambertz, Lothar Schmidt und Frank Zerwas vier Offizielle jener Clubs in den Cochemer Tafel-Räumlichkeiten, um hier zum vierten Jahrestag der Buchaktion die gemeinsam gestartete Initiative noch einmal Revue passieren zu lassen und die aktuelle Situation zu besprechen. Demnach besteht laut der organisatorischen Tafel-Mitarbeiterin Karin Steffens nach wie vor großer Bedarf und eine dementsprechende Nachfrage bezüglich besagtem Lesestoff. Vor allem Familien mit Migrationshintergrund nutzen diese, um ihre Kenntnisse und die Anwendung der deutschen Sprache zu verbessern. Rund 400 Bedürftige sind derzeit bei der Cochemer Tafel registriert, die vor allem regelmäßig Lebensmittel benötigt. In diesem Zusammenhang liegt der Bedarf vor allem an Brot, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Nudeln, Konserven, haltbaren Milchprodukten und Babynahrung. Auch Ratschläge und Kurse für die Lagerung und Zubereitung der ausgegebenen Lebensmittel werden bei der Cochemer Tafel angeboten. Der Tafel-Mitarbeiterstab zählt derzeit 45 Ehrenamtliche, die bei diversen Aktionen mit Lebensmittelgeschäften die benötigten Produkte sammeln, zur Tafel nach Cochem transportieren und an den offiziellen Ausgabetagen an die Bedürftigen herausgeben. Laut Karin Steffens ein funktionierendes und sieben Jahre nach der Gründung bewährtes Modell, das aber leider auch aufzeigt, dass im Kreis Cochem-Zell die Anzahl der Bedürftigen nach wie vor steigt oder zumindest nicht erkennbar abnimmt. Neben der wichtigen Unterstützung mit Lebensmitteln ist die Cochemer Tafel in ihrem hilfreichen Angebot mittlerweile auch zur „Tafel plus“ geworden. Dies zeigt sich dadurch, dass man zu den Ausgabezeiten auch verschiedene Beratungsgespräche anbietet, in welchen den Hilfesuchenden ihre Möglichkeiten bei Ansprüchen, Anträgen, Behördengängen pp. aufgezeigt und zum Teil vermittelt werden. Ergo bietet man vonseiten der Tafel-Mitarbeiter neben der Lebenshilfe zum Überleben auch die Hilfe zur Selbsthilfe.
Offizielle von Rotary-Club, Lions-Club, Rotaract-Club und von den Soroptimisten waren kürzlich in den Räumlichkeiten der Cochemer Tafel zu Gast und machten sich ein Bild über ihre gemeinsame Bücheraktion sowie den aktuellen Bedarf der Institution, um eine zeitnahe Hilfeleistung zu garantieren.Foto: TE
